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Eckpunkte des BMG zur Arzneimittelversorgung

Licht und Schatten

Die Eckpunkte der Bundesregierung zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes kombinieren dirigistische Eingriffe und gute Ideen mit falschen Manahmen sowie richtige Verbesserungen mit zu wenig Mut. "Preismoratorium und erhhter Herstellerabschlag sind angesichts der stabilen Entwicklung im Arzneimittelmarkt untaugliche Mittel und gehen allein zu Lasten der Arzneimittelhersteller, die nur zu rund 60 Prozent zu den Arzneimittelausgaben beitragen", erklrt Dr. Bernd Wegener, der Vorsitzende des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie.

"Der Vorschlag fr den patentgeschtzen Bereich baut auf Nutzenbewertungen auf. Dabei fehlt uns bis heute die Definition, was wir eigentlich unter Nutzen verstehen wollen und das IQWiG hat es seit Jahren nicht geschafft, eine funktionierende und international anerkannte Bewertung einzufhren. Wie vor diesem Hintergrund schnelle, verlssliche Nutzenbewertungen mglich werden sollen, bleibt schleierhaft und strategieanfllig: denn sie knnen als reine Sparmanahme missbraucht werden", so Wegener. "Verbesserungen erfolgen im generischen Markt: das Ziel der Erhaltung nachhaltigen Wettbewerbs, die berfllige Anwendung des Wettbewerbsrechtes auf Rabattvertrge und mehr Wahlrechte fr die Patienten weisen in die richtige Richtung. Aber zur notwendigen Abschaffung der Rabattvertrge fehlt der Mut", kritisiert Wegener.

Denn die von der Union ins Gesprch gebrachte Abschaffung der Rabattvertrge findet sich nicht wieder. Die Auswirkungen der Zuzahlungsbefreiung sollen bei der Festbetragsfestsetzung bercksichtigt und das Wettbewerbsrecht auf Rabattvertrge vollstndig angewandt werden. "Die Gngelung der Versicherten durch Rabattvertrge soll durch die Mglichkeit der Aufzahlung entschrft werden. Dies schafft Wahlrechte fr die Patienten, ist aber nur die zweitbeste Lsung: Wir fordern die Abschaffung der Rabattvertrge" so Wegener.

Die fr den patentgeschtzen Bereich vorgeschlagene Systematik mit einer Schnellbewertung und einer Einordnung von Prparaten, fr die in diesem Verfahren kein Zusatznutzen festgestellt wird, ist fehleranfllig und brokratisch. "Der BPI hat ein Modell auf Grundlage von Marktmechanismen vorgeschlagen", so Wegener, "Elemente finden sich wieder - aber nur in Teilbereichen und eingebettet in einen massiven Ausbau von Regulierung."

zuletzt bearbeitet: 26.03.2010 nach oben

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