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Neue Zuzahlungsbefreiungsgrenzen für Arzneimittel

Krankenkassen sammeln Geld von Versicherten über Apotheken ein

Seit Monatsbeginn gelten neue Zuzahlungsbefreiungsgrenzen fr Arzneimittel, die gesetzlich versicherte Patienten von ihren Krankenkassen erstattet bekommen. Anlass dafr ist die Anpassung von Festbetrgen (Erstattungshchstbetrgen). Darauf macht der Deutsche Apothekerverband (DAV) aufmerksam. Laut dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wurden 84 Festbetragsgruppen zum 1. April 2010 angepasst. In 43 von diesen 84 Gruppen wurden zugleich Zuzahlungsbefreiungsgrenzen festgelegt.

Gesetzlich krankenversicherte Patienten mssen dann keine Zuzahlung leisten, wenn der Pharmahersteller diese Zuzahlungsbefreiungsgrenze ? typischerweise 30 Prozent unter dem Festbetrag ? tatschlich unterschreitet. Bei rezeptpflichtigen Arzneimitteln mssen Patienten ansonsten 10 Prozent des Arzneimittelpreises zuzahlen. Mindestens mssen es 5 Euro, hchstens drfen es 10 Euro sein. Die Zuzahlung ist immer begrenzt auf die tatschlichen Kosten des Medikaments. Die Apotheken sind gesetzlich verpflichtet, die Zuzahlung fr die Kassen einzusammeln und an diese weiterzuleiten.

Im Gegensatz zur Festbetragsregelung gilt eine andere Art der Zuzahlungsbefreiung nur fr die Versicherten bestimmter gesetzlicher Krankenkassen: Jede Kasse kann nach Abschluss eines Rabattvertrages ihre Versicherten zur Hlfte (50 Prozent) oder komplett (100 Prozent) von der Zuzahlung zu den betroffenen Prparaten befreien. Da die AOK, die TK und andere Kassen zum 1. April neue Rabattvertrge in Kraft gesetzt haben, kann sich auch hierbei die Zuzahlungshhe ndern. Der Apotheker erkennt anhand seines Computerprogramms, ob ein Prparat zuzahlungsfrei ist oder nicht.

Eine Liste mit allen zuzahlungsfreien Arzneimitteln steht auf www.aponet.de.

zuletzt bearbeitet: 07.04.2010 nach oben

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