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Lebensmittel und Medikamente: Zu Risiken und Nebenwirkungen ...

Diabetesmedikament kann Unterversorgung mit Vitamin B12 verursachen

Lebensmittel und Medikamente knnen sich ebenso in ihrer Wirkung gegenseitig beeinflussen, wie Arzneimittel untereinander. Dies kann sowohl zu vernderten therapeutischen Effekten des Medikaments als auch zur verminderten Aufnahme bestimmter Nhrstoffe fhren.

Oral aufgenommene Medikamente benutzen hufig die gleichen Transportwege im Darm wie Nhrstoffe und werden teilweise ber dieselben Enzymsysteme abgebaut. Da verwundert es nicht, dass sich diese bei gleichzeitiger Aufnahme stark beeinflussen knnen. Die Anweisung im Beipackzettel "mit ausreichend Flssigkeit" einnehmen schliet beispielsweise nicht jedes Getrnk ein. Das Bier am Abend oder andere alkoholische Getrnke sind sichtlich ungeeignet, in seltenen Fllen gefhrlich. Whrend die Leberenzyme mit dem Alkoholabbau beschftigt sind, entfalten die Medikamente ihre Wirkung in unbeabsichtigtem Ma weiter. Dies hat den gleichen Effekt wie eine berdosierung.

Ein hnliches Risiko birgt auch das als gesund geltende Glas Grapefruitsaft. Die Vitamin-C-reiche Frucht blockiert ebenso abbauende Enzymsysteme und fhrt zu einer unerwnscht hohen Konzentration an bestimmten Antiallergika, Blutdrucksenkern oder Statinen.

Wer bestimmte Antibiotika wie Tetracycline oder Gyrasehemmer zu sich nimmt, sollte mit dem Verzehr kalziumreicher Nahrungsmittel wie Milch, Kse, Joghurt aber auch von sehr kalziumreichen Mineralwasser einige Stunden warten. Das Mineral bildet mit den antibiotischen Mitteln Komplexe, die der Krper nicht aufnehmen kann und beeintrchtigt damit die keimhemmende Wirkung. hnliches gilt beispielsweise auch fr die Einnahme von Schilddrsenhormonen, deren Wirkung durch Eisen-, Magnesium- oder Kalziumprparate ebenso vermindert wird.

Im Gegenzug knnen auch Medikamente zur Unterversorgung von wichtigen Nhrstoffen fhren. Hydrokortison beispielsweise blockiert die Aufnahme von Kalzium aus dem Darm und frdert dessen Ausscheidung. Um das Defizit auszugleichen, holt sich der Krper das ntige Kalzium aus den Knochen. Bei lngerer Einnahmedauer kann sich hierdurch eine Osteoporose entwickeln. Whrend der Hydrokortisontherapie ist auf eine ausreichende Kalzium- und Vitamin-D-Versorgung zu achten.

Patienten, die hufige an Sodbrennen, Magen-Darmgeschwren oder einer Helicobacter-pylori-Infektion leiden, erhalten oft Protonenpumpenhemmer wie Omeprazol verschrieben. Bei Dauergebrauch verursachen diese eine schlechte Versorgung mit Vitamin B12, das fr die Gefgesundheit und Nervenleistung eine wichtige Rolle spielt. Um Durchblutungsstrungen und Einbuen der Gedchtnisleistung zu vermeiden, ist eine erhhte Zufuhr aus tierischen oder milchsauer vergorenen Nahrungsmitteln empfehlenswert. Gleiches gilt brigens auch fr das Diabetesmedikament Metformin.

Was bei der Einnahme von Medikamenten noch zu beachten ist, steht in den meisten Fllen in der Packungsbeilage. Auch wenn der Umfang hufig abschrecken mag, lohnt sich ein genauer Blick. Im Zweifelsfall gilt der bekannte Leitspruch: "Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker".

zuletzt bearbeitet: 09.06.2010 nach oben

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