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Neuordnung des Arzneimittelmarktes

Preismoratorium und erhöhter Herstellerrabatt treten zum 1. August in Kraft

Zum 1. August 2010 greifen mit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur nderung krankenversicherungsrechtlicher und anderer Vorschriften (GKVndG) erste konkrete Manahmen der christlich-liberalen Koalition im Arzneimittelsektor. Der Herstellerabschlag fr Arzneimittel ohne Festbetrag wird von 6 Prozent auf 16 Prozent angehoben sowie ein Preisstopp fr Arzneimittel festgelegt, die von den Kassen bezahlt werden.

Die Regelungen gelten fr den Zeitraum vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2013. Damit wird die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) um rund 1,15 Mrd. Euro pro Jahr entlastet. Dies ist notwendig, um die ausufernden Ausgaben im Arzneimittelbereich einzudmmen und die finanzielle Stabilitt der GKV zu sichern.

Dazu erklrt Dr. Philipp Rsler: "Diese bereits in diesem Jahr wirkenden Einsparmanahmen sind ein erster wichtiger Schritt auf dem Weg zu strukturellen nderungen im Arzneimittelbereich. Wir reihen uns nicht in die gesundheitspolitische Tradition kurzfristiger Kostendmpfungspolitik ein, sondern werden mittelfristig eine stabile Marktordnung schaffen, in der die Beteiligten flexibel agieren und gestalten knnen. Im Gegenzug mssen aber auch alle Beteiligten ihren Beitrag fr eine bessere und effizientere Arzneimittelversorgung leisten: die Hersteller, der Grohandel, die Apotheken und die Krankenkassen.

Die Weichen fr eine umfassende Neuordnung des deutschen Arzneimittelmarktes haben wir bereits gestellt. Der Deutsche Bundestag bert derzeit den Gesetzentwurf zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes. Damit werden weitere strukturelle Vernderungen im Arzneimittelbereich greifen. Hin zu einer Preisbildung ber Verhandlungen und eine Nutzenbewertung, ohne dass der Zugang zu innovativen Arzneimitteln beschrnkt wird."

Weitere Informationen zum Gesetz zur nderung krankenversicherungsrechtlicher und anderer Vorschriften sowie rund um das Thema Arzneimittel erhalten Sie unter: www.bmg.bund.de.

zuletzt bearbeitet: 30.07.2010 nach oben

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