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St. Josef Krankenhaus Haan: Freie Bahn fürs Blut

Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Übergewicht, Diabetes oder erhöhte Blutfettwerte begünstigen Gefäßverschluss

Dr. Udo Huberts Ab dem 40. Lebensjahr setzt bei jedem dritten Deutschen die Gefverkalkung ein. Bei manchen mehr, bei manchen weniger sprbar. Wer mit mindestens einem der Risikofaktoren Bluthochdruck, bergewicht, Diabetes oder erhhten Blutfettwerten belastet ist, luft Gefahr, frher oder spter einen Gefverschluss durch Verkalkungen zu erleiden.

Wie ein Schraubstock legt sich der Schmerz um die Wade. Der Muskel krampft und ein Weitergehen wird unmglich. Also bleibt der Betroffene stehen, verschnauft einen Moment und betrachtet angelegentlich die Umgebung, um sein Leiden zu verstecken. Aus diesem Grund spricht man bei Durchblutungsstrungen in den Beinen auch umgangssprachlich von der Schaufensterkrankheit. "Rund 70 Prozent unserer Patienten leiden an Durchblutungsstrungen der Beine, berichtet Dr. Udo Huberts, Chefarzt der Gefchirurgie am St. Josef Krankenhaus Haan. Diese sind besonders der ungesunden Lebensweise und den damit einhergehenden Risikofaktoren Bluthochdruck, bergewicht, Diabetes oder erhhten Blutfettwerten geschuldet.

Wenn es in der Wadenmuskulatur schmerzt, sind die Oberschenkelgefe von einer Verengung oder einem Verschluss betroffen. Die darunter liegenden Bereiche des Beines werden nicht mehr ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt. Bei einem Verschluss, der einen Bereich mit einer Lnge von mehr als fnf Zentimetern betrifft, wird im St. Josef Krankenhaus Haan seit Anfang des Jahres eine neuartige Methode angewendet: Die modernen Stentprothesen mit bioaktiver Oberflche sind eine Kombination aus einer Gefsttze (Stent) und einer Gefprothese.

Diese Stentprothese wird ber eine Punktion oder einen kleinen Schnitt in der Leistengegend in das betreffende verengte Gef eingefhrt und berbrckt den Verschluss von innen. Die innere Hlle ist mit Heparin beschichtet, das das Verklumpen des durchflieenden Blutes verhindert. Die Vorteile fr die Patienten liegen auf der Hand: "Die neue Methode erspart unseren Patienten eine groe Bypass-Operation, sorgt fr einen krzeren Krankenhausaufenthalt, eine geringere Belastung und schnellere Mobilitt", berichtet Dr. Udo Huberts. Whrend eine Bypass-Operation rund drei Stunden dauert, ist der neue Eingriff nach rund einer Stunde beendet. Der Patient hat keinen groen Schnitt mehr zu verkraften und ist schneller wieder aktiv. "Die Stentprothese ist extrem flexibel und macht jede Bewegung problemlos mit", zhlt Dr. Udo Huberts einen weiteren Vorteil auf.

Das von der Deutschen Gesellschaft fr Gefchirurgie zertifizierte Gefzentrum am St. Josef Krankenhaus Haan ist die einzige gefchirurgische Abteilung im Umkreis, die das neuartige Verfahren einsetzt. Fr die Patienten ist dies nicht mit Mehrkosten verbunden. "Wer aufgrund eines langstreckigen Verschlusses der Oberschenkelarterie eine solche Stentprothese bentigt, erhlt sie auch", versichert Dr. Udo Huberts.

Bildunterschrift: Dr. Udo Huberts, Chefarzt der Gefchirurgie am St. Josef Krankenhaus Haan und Leiter des Gefzentrums Kplus Haan.
Bildquelle: St. Josef Krankenhaus Haan GmbH

zuletzt bearbeitet: 13.08.2010 nach oben

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