Das unabhängige Diabetes-Portal DiabSite

Home > Aktuelles > Diabetes-Nachrichten > Archive > 2010 > 101014

Apotheker und BKA warnen vor Arzneimitteln aus dem Internet

Illegale Internetanbieter fälschen und gefährden damit Menschenleben

Die Apotheker warnen vor gesundheits- und lebensgefhrlichen Arzneimittelflschungen, die illegale Internetanbieter aus aller Welt an Kunden in Deutschland verkaufen wollen. "Wer Medikamente ber dubiose Internetadressen in exotischen Lndern bestellt, luft Gefahr, nicht nur seine Gesundheit zu ruinieren, sondern sein Leben zu riskieren", sagt Heinz-Gnter Wolf, Prsident der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbnde: "Die sicherste Quelle fr ein Medikament - ob rezeptpflichtig oder nicht - ist und bleibt die Apotheke um die Ecke."

Anlass fr die neuerlichen Warnungen an Verbraucher ist die internationale "Operation Pangea III", die auf Webseiten abzielte, ber die illegale und gefhrliche Arzneimittel vertrieben werden. Laut Bundeskriminalamt (BKA) existieren im Internet "unzhlige Seiten" fr Kunden in Deutschland: "Die professionelle Aufmachung der illegalen Seiten erschwert es dem Kunden, serise von unserisen Angeboten zu unterscheiden." Das BKA hat ca. 100 Internetseiten identifiziert, "auf denen mutmalich deutsche Anbieter illegale Arzneimittel zum Verkauf anbieten". Die Angebote umfassten lebenserhaltende, leistungssteigernde und muskelaufbauende Arzneimittel sowie Lifestyle-Arzneimittel, darunter Potenz- und Haarwuchsmittel, Mittel zur Gewichtsreduktion und Appetitzgler.

Whrend der "Operation Pangea III" konnten bei den deutschen Zollstellen mehr als 500 Paketsendungen mit rund 30.000 Tabletten sichergestellt werden. Neben einer erheblichen Anzahl an Potenzmitteln und Dopingsubstanzen wurden laut BKA auch Antidepressiva, Schmerzmittel und Antiallergika entdeckt. Dem BKA zufolge verzeichnet die Zollverwaltung eine steigende Tendenz im Bereich des illegalen Handels mit Arzneimitteln. Die Anzahl der bundesweit durch die Zollfahndung im Jahr 2009 gefhrten Ermittlungsverfahren stieg demnach im Vergleich zum Vorjahr um 58 Prozent.

zuletzt bearbeitet: 14.10.2010 nach oben

Unterstützer der DiabSite:

Professor Dr. Peter Bottermann

Prof. Peter Bottermann

Weitere Angebote:

Spendenaufruf Ukraine

Hilfeaufruf Ukraine

Diabetes-Portal DiabSite startet Spendenaufruf für Menschen in der Ukraine.