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Regelmäßiger Sport hält gesund und erhöht die Lebensqualität

Pressemitteilung: Bundesärztekammer (BÄK)

Bewegung auch bei Typ-2-Diabetes und metabolischem Syndrom Teil der Therapie

Dass regelmiger Sport gesund hlt und zugleich die Lebensqualitt erhhen kann, wei jeder, der sich nach einem langen Arbeitstag die Joggingschuhe anzieht oder in die Schwimmhalle geht. Die positive Wirkung von Sport auf den Organismus belegen aber auch zahlreiche Langzeitstudien.

Dies erklrte Prof. Dr. Herbert Lllgen, ehemaliger Prsident der Deutschen Gesellschaft fr Sportmedizin und Prvention, beim 37. Interdisziplinren Forum "Fortschritt und Fortbildung in der Medizin" der Bundesrztekammer in Berlin. "Die Ergebnisse zeigen ganz eindeutig, dass krperliche Aktivitt und Bewegung eine Risikoreduktion bewirken bei koronarer Herzkrankheit, bei Herzinsuffizienz sowie bei arteriellem Bluthochdruck."

Bewegung senke auch Hufigkeit und Schwere des Schlaganfalls. "Bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit wirkt ein Gehtraining besser als Medikamente oder sogar der Stent", sagte Lllgen. Aber auch bei einigen Krebserkrankungen, chronisch obstruktiver Bronchitis, Diabetes mellitus und dem metabolischen Syndrom sowie bei Osteoporose und Fibromyalgie seien Bewegung und krperliche Aktivitt "Therapieform der ersten Wahl".

Prof. Dr. Carl-D. Reimers von der Zentralklinik Bad Berka ergnzte, dass krperliche Aktivitt sowohl kurz- als auch langfristig einen positiven Einfluss auf kognitive Funktionen ausben knne. Vor dem Hintergrund unzureichender medikamentser Mglichkeiten zur Verbesserung der kognitiven Leistungen komme dem Sport eine besondere Bedeutung zu. Wer etwa regelmig Ausdauersport treibe, knne das Risiko eines Abbaus kognitiver Leistungsfhigkeit erheblich reduzieren.

Ein groes Anliegen der Sportmedizin sei es zudem, Krankheiten des Muskel- und Skelettsystems vorzubeugen, erklrte Prof. Dr. Winfried Banzer von der Goethe-Universitt Frankfurt am Main. "Diese Krankheiten gehren zu den hufigsten und 'teuersten' gesundheitlichen Problemen in Deutschland." Sie verursachten die meisten Arbeitsunfhigkeitstage und seien einer der hufigsten Grnde von Frhberentung. "Mit Hilfe der Diagnostik von Alltags- wie auch sportlicher Bewegungsablufe lassen sich mgliche Asymmetrien, Fehlbelastungen, Dysbalancen und Aktivierungsstrungen erkennen." Daraus lieen sich besonders bei Schmerzen etwa an der Wirbelsule oder an den Gelenken und nach sportmedizinisch-orthopdischen Eingriffen Prventionsangebote und Therapien ableiten.

Weniger gut erforscht sind die Auswirkungen von Sport in der Schwangerschaft. Hier gebe es nur wenig kontrollierte Studien, sagte Prof. Dr. Ulrike Korsten-Reck vom Universittsklinikum Freiburg. Viele Sportarten wie Joggen, Nordic Walking, Schwimmen oder Radfahren knnten in der Schwangerschaft aber ohne Risiko betrieben werden. "Die Studienlage zeigt jedoch, dass durch regelmige krperliche Aktivitt ein gesnderer Lebensstil gepflegt wird und vor allem schwangerschaftsbedingten Erkrankungen und deren Folgen fr Mutter und Kind vorbeugt werden kann", so Korsten-Reck.

Die Experten des Forums gingen aber auch auf die negativen Folgen des Sports ein. So sei es bei Sport- und Freizeitaktivitten in Deutschland im Jahr2010 zu rund 2,6 Millionen Unfllen gekommen, berichtete Prof. Dr. Holger Schmitt von der Klinik Heidelberg. "Die Behandlung von Sportverletzungen findet in Deutschland allerdings auf hohem Niveau statt." So sei etwa der Erhalt krpereigener Strukturen bei Verletzungen oberstes Gebot. Gerade bei jungen Menschen werde ein gerissener Meniskus mglichst genht und nicht operativ entfernt. Auch werde der Prvention von Verletzungen in Zukunft immer mehr Aufmerksamkeit gewidmet.

zuletzt bearbeitet: 08.02.2013 nach oben

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