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Resolution der ärztlichen Spitzenverbände

Pressemitteilung: Bundesärztekammer (BÄK)

Ärztliche Spitzenverbände: Deregulierung statt Diffamierung und Rückkehr zu sachlicher Diskussion

Die unterzeichnenden rztlichen Spitzenverbnde haben am 21. Februar 2013 auf Einladung der Bundesrztekammer auf einer gemeinsamen Sitzung nachfolgende Resolution verabschiedet:

Wir ? die rztlichen Spitzenverbnde verurteilen jegliche Form der Korruption! Wir setzen uns fr die vollstndige Aufdeckung und die angemessene Ahndung ein.

Wir wehren uns aber entschieden gegen die fortgesetzte Skandalisierung unseres Berufsstandes, die das Vertrauen der Menschen in ihre medizinische Versorgung nachhaltig erschttert. Unausgesprochenes, aber deutlich erkennbares Ziel der Diffamierungskampagnen der Krankenkassen ist es, die rzteschaft unter einen permanenten Generalverdacht zu stellen, um sich Vorteile bei gesundheitspolitischen Strukturentscheidungen zu verschaffen. Sie nehmen dabei billigend in Kauf, dass Patienten Vertrauen verlieren und rzte in Klinik und Praxis dauerhaft demotiviert werden. Wir fordern deshalb Politik und insbesondere die Kostentrger dazu auf, die aus Einzelfllen abgeleitete Desavouierung eines ganzen Berufstandes zu beenden und zu einer sachlichen Diskussion mit allen Beteiligten zurckzufinden.

Die rztinnen und rzte halten sich an Recht und Gesetz ? dies ist und bleibt die Regel und nicht die Ausnahme!

Immer wieder - wie eine Vorverurteilung - vorgetragene Verdachtsflle dienen vor allem zur politischen Diskreditierung unseres Berufsstandes. Sie sind dabei in erheblichem Mae auf die hohe Komplexitt rechtlicher Regelungen zum Arztberuf zurckzufhren. Wie kein anderer Beruf sieht sich der Arzt einer unberschaubaren Zahl gesetzlicher und untergesetzlicher Regelungen gegenber. Diese zunehmende berregulierung unseres Gesundheitssystems fhrt dazu, dass rztinnen und rzten immer weniger Zeit fr ihre ureigenste Aufgabe haben, den Dienst am Patienten.

Die rztlichen Spitzenverbnde fordern deshalb, endlich die Dynamik der weiteren Verrechtlichung rztlicher Ttigkeit zu durchbrechen und den notwendigen Raum fr Therapiefreiheit und Verantwortung wiederherzustellen.

Unterzeichnende Verbnde

Resolution der rztliche Spitzenverbnde [PDF] (80,90 KB)

zuletzt bearbeitet: 22.02.2013 nach oben

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