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Diabetiker profitieren von einem persönlich angepassten Behandlungskonzept

Jenaer Symposium thematisiert die "Individualisierte Medizin"

Eine Krankheit verluft bei jedem Menschen anders, die Reaktion auf Medikamente kann dabei sehr unterschiedlich sein. Die individualisierte Medizin will dies bercksichtigen und jedem Patienten das richtige Medikament in der richtigen Dosierung anbieten. Mit den "Risiken und Nebenwirkungen" dieser Entwicklung beschftigt sich am 12. Mrz 2013 eine Veranstaltung in den Jenaer Rosenslen.

Eine Behandlung, die nicht die individuelle Konstitution des Patienten bercksichtigt, ist nicht erfolgreich oder sie ist unter Umstnden sogar schdlich. Sie ist dem Einzelnen nicht zumutbar und fr das Gesundheitssystem Geldverschwendung. Die individualisierte Medizin bedeutet insoweit Fortschritte, insbesondere bei onkologischen und neurologischen Erkrankungen, aber auch etwa bei Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Diese individualisierte Medizin bedeutet aber fr die behandelnden rzte, bis hin zum niedergelassenen Arzt, die Notwendigkeit zu wesentlich umfangreicherem Wissen sowie zu umfangreicherer Aufklrung des Patienten. Aus-, Fort- und Weiterbildung mssen hierauf reagieren und den Arzt ermchtigen, diesen gesteigerten Anforderungen zu gengen. Andernfalls besteht die Mglichkeit einer deutlich umfangreicheren Haftung.

Seitens der Patienten erlangt die Vorsorge immer grere Bedeutung. Je mehr Kenntnisse er ber seine gesundheitliche Konstitution erlangt, desto eher ist er in der Lage, Gefhrdungen durch eine angemessene, gesunde Lebensfhrung zu begegnen. Droht hier eine berforderung des Einzelnen bis hin zu einer "Pflicht zur Gesundheit"?

Gesetzliche und private Krankenversicherungen werden reagieren. Sie knnten versucht sein, mit Bonus- und Malussystemen dieses Verhalten unter Berufung auf die "Eigenverantwortung" des Betroffenen immer umfangreicher zu beeinflussen.

Bei fortschreitender Stratifizierung von Patientengruppen ist auch die pharmazeutische Industrie in diese Entwicklung involviert, etwa wenn "Blockbuster-Medikamenten" knftig eine geringere Bedeutung fr den Umsatz zukommt. Sie reagiert hierauf zum Teil mit neuen Geschftsstrategien, insbesondere der Verbindung von Diagnostik (Biomarker) und Therapie.

Das Symposium "Individualisierte Medizin - Wirkungen und Auswirkungen" beschftigt sich mit all diesen medizinischen, technologischen, wirtschaftlichen und juristischen Aspekten. Organisiert wird es vom Institut fr Photonische Technologien (IPHT) in Zusammenarbeit mit dem Universittsklinikum Jena und dem Ethik-Zentrum der Friedrich-Schiller-Universitt Jena.

"Das IPHT mchte sich mit der Veranstaltung als Institut der anwendungsorientierten Grundlagenforschung frhzeitig in die Debatte um die ethischen und gesellschaftlichen Folgen der wissenschaftlichen und technologischen Entwicklungen seines Forschungsfeldes einbringen", beschreiben Prof. Dr. Jrgen Popp, Wissenschaftlicher Direktor und Dr. Wolfram Eberbach, Kuratoriumsvorsitzender des IPHT, die Motivation, ein solches Symposium zu organisieren. "Wir freuen uns, dass wir eine Reihe ausgewiesener Experten als Vortragende und Diskutanten dafr gewinnen konnten und die Thringer Landesrztekammer die Veranstaltung als Fortbildungsmanahme anerkennt".

Eingeladen sind neben Vertretern aus der Rechtswissenschaft, der Versicherungswirtschaft sowie der Pharmaindustrie auch rztinnen und rzte aus Kliniken und Praxen, um sie an dieser wichtigen, nicht zuletzt fr das Arzt-Patienten-Verhltnis richtungsweisenden Diskussion teilhaben zu lassen, und Medienvertreter, die sich ber den Stand der Debatte informieren wollen.

Das Symposium beginnt am 12.3.2013 um 14 Uhr in den Jenaer Rosenslen (Frstengraben 27, 07743 Jena).

Die Teilnahme ist kostenlos, die Anmeldung wird empfohlen (unter http://wwww.ipht-jena.de/individualisiertemedizin).

Die Veranstaltung ist zertifiziert von der Landesrztekammer Thringen mit 7 Punkten, Kategorie A.

Finanziell untersttzt wird sie von der Stiftung fr Technologie, Innovation und Forschung Thringen (STIFT).

Diese Pressemitteilung wurde über den - idw - versandt.

zuletzt bearbeitet: 27.02.2013 nach oben

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