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Diabetes und Organschäden - verursacht durch Überschuss an Wachstumshormon - verhindern

Akromegalie-Register zeigt Versorgungsmängel

Ein berschuss an Wachstumshormon verndert bei Erwachsenen nicht nur das Aussehen mit vergrerter Nase, prgnanten Wangenknochen, berdimensionierten Hnden und Fen. Die Hormonstrung Akromegalie schdigt auch innere Organe und kann zu Diabetes und Herzerkrankungen fhren. Dennoch erhalten in Deutschland viele Patienten keine ausreichende Behandlung, erklrt die Deutsche Gesellschaft fr Endokrinologie (DGE). Wie Patienten mit Akromegalie von Krankheitsregistern profitieren knnen, ist Thema auf der Pressekonferenz der DGE anlsslich ihres 56. Symposiums vom 13. bis 16. Mrz 2013 in Dsseldorf.

Akromegalie ist eine seltene Erkrankung, die in Deutschland etwa 3000 bis 6000 Erwachsene betrifft. Ein gutartiger Tumor der Hirnanhangdrse bildet bei ihnen zu viel Wachstumshormon aus. Das fhrt bei den Erkrankten zur Vergrberung der Gesichtszge und zur Vergrerung von Hnden und Fen. Neben diesen uerlich sichtbaren Vernderungen wachsen aber auch innere Organe wie Herz oder Leber, was mit Strungen verschiedener Organ- und Stoffwechselfunktionen einhergeht.

"Oft vergehen fnf bis zehn Jahre bis die Erkrankung erkannt wird", berichtet Kongressprsident Professor Dr. med. Peter E. Goretzki, Neuss. Dabei gebe es Frhzeichen. Wenn Ring-, Handschuh- und Schuhgre zunehmen, Kopf-, Gelenk-, und Rckenschmerzen oder Zyklus- und Potenzstrungen auftreten, die Zunge sich vergrert oder die Zahnabstnde weiter werden, man vermehrt schwitzt oder schnarcht, kann dies auf Akromegalie hindeuten. Die Therapie der Wahl ist eine operative Entfernung des Tumors, eines sogenannten Hypophysenadenoms.

Das Akromegalie-Patientenregister wurde 2003 gegrndet. "Damit wollen wir die Frherkennung frdern und den Patienten bessere Heilungschancen erffnen?, erklrt der Sprecher des Registers, Professor Dr. med. Christof Schfl vom Universittsklinikum Erlangen. Bislang haben 56 Krankenhuser und Schwerpunktpraxen 1920 Patienten angemeldet. "Das sind etwa 30 bis 40 Prozent aller Patienten", schtzt Professor Schfl, der nun zusammen mit Kollegen eine Auswertung der ersten 1344 Patienten verffentlicht hat. Aus ihr geht hervor, dass 89 Prozent der Patienten an der Hirnanhangdrse operiert wurden. Professor Schfl: "Etwa 3 Prozent der Patienten hat die Operation geheilt." An greren Zentren waren die Heilungsraten mit 50 Prozent besser als an kleineren. Professor Schfl leitet daraus ab, dass die Operation an Kliniken erfolgen sollte, die auf diesem Gebiet eine besondere Erfahrung aufweisen.

Neben der Operation setzen rzte auch Medikamente und Strahlentherapie gegen Akromegalie ein. Dank der verschiedenen Therapien hat die Mehrzahl der Patienten aus dem Akromegalie-Register heute normale Hormonwerte, berichtet Professor Schfl. Bei etwa 20 Prozent der Betroffenen werde das Therapieziel jedoch nicht erreicht.

Schtzungsweise 25 Prozent aller Betroffenen befindet sich nicht oder in nicht-spezialisierter Behandlung, warnt der Experte. "Akromegalie-Patienten haben ein erhhtes Sterberisiko. Ohne Behandlung ist ihre Lebenserwartung oft vermindert." Welche weiteren Diagnose- und Therapieempfehlungen aus der Auswertung des Akromegalie-Registers folgen, diskutieren die Experten auf der Pressekonferenz am 13. Mrz. Weitere endokrinologische Register werden dort ebenfalls vorgestellt.

Weitere Informationen: Homepage des Akromegalie-Registers

Literatur: Schfl C, Franz H, Grussendorf M, Honegger J, Jaursch-Hancke C, Mayr B, Schopohl J: The participants of the German Acromegaly Register. Long-term outcome in patients with acromegaly: analysis of 1344 patients from the German Acromegaly Register. European Journal of Endocrinology (2013) 168 39-47
Abstract: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23087126

Diese Pressemitteilung wurde über den - idw - versandt.

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zuletzt bearbeitet: 28.02.2013 nach oben

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