Das unabhängige Diabetes-Portal DiabSite

Home > Aktuelles > Diabetes-Nachrichten > Archive > 2013 > 130302b

Weltnierentag 2013 steht unter dem Motto "Akutes Nierenversagen vermeiden!"

Für Diabetiker ist der regelmäßige "Nieren-Check" besonders wichtig

Unter dem Motto "Akutes Nierenversagen vermeiden" startet die Deutsche Gesellschaft fr Nephrologie (DGfN) gemeinsam mit der Deutschen Nierenstiftung und dem Verband Deutscher Nierenzentren e.V. zum Weltnierentag am 14. Mrz 2013 eine groangelegte Informationskampagne. Fast eine halbe Million Informationsflyer liegen in Apotheken zahlreicher Bundeslnder aus, um wichtige Prventionsmanahmen fr die Gesunderhaltung der Nieren zu kommunizieren.

Neben dem hufigen chronischen Nierenversagen, einer langsamen Abnahme der Organfunktion, ist das akute Nierenversagen ein ernstzunehmendes Problem. Whrend das chronische Nierenversagen teils eine Alterserscheinung ist, aber auch hufig in Folge eines Diabetes mellitus oder von Bluthochdruck auftritt, spricht man von akutem Nierenversagen, wenn Nieren innerhalb weniger Tage oder Stunden mehr als ca. 50 % ihrer Funktion (Entgiftung und Entwsserung) verlieren. Das kann durch unterschiedliche Ursachen hervorgerufen werden, z. B. durch Blutverlust und Schockzustnde nach Unfllen, durch schwere Infektionen mit Blutvergiftung (Sepsis), aber auch durch Medikamente oder Flssigkeitsmangel. Je lter der Patient ist und je mehr Begleiterkrankungen vorliegen, desto grer ist generell das Risiko fr ein akutes Nierenversagen, dieses Risiko ist aber besonders erhht, wenn der Betroffene zuvor bereits eine eingeschrnkte Nierenfunktion hatte.

Bei einem akuten Nierenversagen (ANV) handelt es sich immer um einen lebensbedrohlichen Zustand. Oft ist eine intensivmedizinische Behandlung, in einigen Fllen auch eine vorbergehende maschinelle Blutwsche (Dialyse) notwendig. Die Prvalenz des ANV bei Patienten auf der Intensivstation liegt bei 5-35 %, bei septischem Schock sogar bei bis zu 50 % [1]. Die Angaben zur 30-Tages- bzw. Kliniksmortalitt schwanken ebenfalls von Studie zu Studie, sie liegen je nach Schweregrad und Ursache des ANV bei <10 % bis zu 76 % im septischen Schock [2].

Auch nach erfolgreicher Therapie haben die Betroffenen trotz wiedererlangter Nierenfunktion ein deutlich erhhtes Risiko, spter ein chronisches Nierenleiden zu entwickeln (8-69 % je nach Schweregrad und Ursache des ANV [3]) und dauerhaft dialysepflichtig (1-35 % [3]) zu werden. Selbst das 10-Jahres-berleben von Patienten, die ein ANV erlitten haben, ist schlechter als bei vergleichbaren Patienten ohne ANV: Je nach Schweregrad des durchgemachten ANV liegt der Risikoquotient (Hazard Ratio) zu versterben bei 1,23-2,14 [4]. Auf Grund dieser Gefahren sollten Patienten mit ANV nicht nur in der Akutphase von einem Nephrologen (mit)behandelt, sondern auch einem Nephrologen zur Nachbetreuung zugewiesen werden.

Die Prvention eines akuten Nierenversagens ist nur bedingt mglich, aber folgende Manahmen helfen, das Risiko zu reduzieren:

Diese Prventionsmanahmen werden auf dem Informationsflyer zum Weltnierentag, der ab Anfang Mrz dank Untersttzung zahlreicher Landesapothekerverbnde und der Firmen Amgen, BBRaun und cellpharm in vielen Apotheken ausliegt, laiengerecht und verstndlich beschrieben. Die DGfN hofft, damit das Bewusstsein fr die Gesunderhaltung der Nieren in der ffentlichkeit zu schrfen und durch die Bekanntmachung von Prventionsmanahmen die Inzidenz von Nierenerkrankungen perspektivisch zu senken.

Diese Pressemitteilung wurde über den - idw - versandt.

Das knnte Sie auch interessieren:

  • Diabetes und Niere - Ein Interview mit Prof. Eberhard Ritz auf dem Diabetes-Portal DiabSite

zuletzt bearbeitet: 02.03.2013 nach oben

Unterstützer der DiabSite:

Monika Gause

Monika Gause

Weitere Angebote:

Spendenaufruf Ukraine

Hilfeaufruf Ukraine

Diabetes-Portal DiabSite startet Spendenaufruf für Menschen in der Ukraine.