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diabetesDE kritisiert Bündnis für Verbraucherbildung

Kein Freikauf aus verständlicher Nährwertkennzeichnung!

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner hat gemeinsam mit dem Geschftsfhrenden Vorstand des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen, Gerd Billen sowie dem Vizeprsidenten des Handelsverbands Deutschland, Markus Mosa, das "Bndnis fr Verbraucherbildung" vorgestellt. diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe sieht die Bildungsinitiative durch die Nhe zur Industrie kritisch.

"Wir begren, dass die Bundesregierung und der Verbraucherzentrale Bundesverband den Handlungsbedarf erkannt haben: Kinder und Jugendliche sind heute kaufkrftige Konsumenten in einer immer komplexeren, vernetzteren Konsumwelt. Wir befrworten daher die Zielsetzung der Initiative, Konsumkompetenzen in der Schule gezielt zu vermitteln und systematisch dort zu verankern", so Professor Dr. med. Thomas Danne, Vorstandsvorsitzender von diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe und Chefarzt des Kinderkrankenhauses "Auf der Bult" in Hannover.

"Wir sehen es jedoch sehr kritisch, dass speziell Unternehmen der Ernhrungswirtschaft und des Lebensmittelhandels mit Summen in je '5-stelliger Hhe' (…) 'ihrer Verantwortung Rechnung tragen' wollen, Schler fr gesunde Ernhrung zu sensibilisieren und aufzuklren', kommentiert der Pdiater die Angaben von Markus Mosa vom Handelsverband im Rahmen der gestrigen Pressekonferenz. diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe schtzt die Beteiligung der Ernhrungswirtschaft als reine Imagepflege ein.

"Wir warnen vor einem Freikauf aus der Verantwortung, alle Verbraucher, nicht nur Kinder und Jugendliche, durch eine leicht verstndliche Nhrwertkennzeichnung zu informieren und aufzuklren." diabetesDE fordert seit langem, dass Lebensmittel so gekennzeichnet sein sollten, dass sie selbsterklrend sind. Hierin sieht diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe einen vordringlichen problemlsenden Beitrag der Ernhrungsindustrie und des Handels fr das wachsende bergewichts-, Adipositas- und Diabetesproblem in Deutschland.

Aus Sicht der Ernhrungsexperten von diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe existiert zurzeit eine gewollte kollektive und strukturelle Verbraucherverwirrung durch gezielte Desinformation mittels verschleiernder Zutatenbezeichnungen, schwer zu interpretierender Zahlen und Tabellen sowie die berall anzutreffende Werbung fr zu se, zu fette, zu salzige Lebensmittel und Getrnke.

diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe fordert daher eine allgemeinverstndliche Nhrwertkennzeichnung mit Ampelsystem auf der Vorderseite der Verpackung, eine Nhrwertkennzeichnung auch fr Snacks, Take-Away-Mahlzeiten und "Food to go" sowie eine Ausweisung des Kaloriengehaltes direkt am Verkaufspunkt neben der Preisauszeichnung.

zuletzt bearbeitet: 13.03.2013 nach oben

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