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Nanoteilchen gegen Netzhauterkrankungen wie diabetische Retinopathie

Pressemitteilung: Universität Regensburg

Forscher legen Grundlagen für "Medikamenten-Transporter"

Mikroskopische Aufnahme der Netzhaut von Mäusen
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Forscher der Universitt Regensburg haben Nanoteilchen entwickelt, die knftig in der Augenheilkunde eingesetzt werden knnten. Die nur etwa 50 Nanometer groen Teilchen setzen sich - nach der Injektion in den Blutkreislauf ? an der Wand der Blutgefe fest, die die Netzhaut versorgen. Damit ist ein erster groer Schritt hin zur Produktion von "Nano-Transportern" gelungen, die in Zukunft Arzneistoffe ber die Blutbahn ins Auge transportieren. Krankheiten wie die altersabhngige Makuladegeneration (AMD) oder die diabetische Retinopathie knnten so therapiert werden. Die Forscher haben ihre Nanoteilchen in der renommierten Fachzeitschrift "PNAS" (DOI: 10.1073/pnas.1220281110) vorgestellt.

Die AMD und die diabetische Retinopathie sind Erkrankungen, die zu massiven Schden der Netzhaut fhren und zu den hufigsten Ursachen fr eine Sehverschlechterung bis hin zur Erblindung zhlen. Weltweit leiden etwa 50 Millionen Menschen an diesen Krankheiten. Whrend bei der AMD genetische Faktoren eine Rolle spielen, handelt es sich bei der diabetischen Retinopathie um eine Folgeerkrankung des Diabetes Mellitus, der Zuckerkrankheit. Gemeinsam ist beiden, dass es jeweils zu krankhaften Vernderungen der Blutgefe kommt, die die Netzhaut versorgen. Das Absterben von Nervenzellen der Netzhaut ist die Folge.

Die bislang zur Verfgung stehenden Therapien - beispielsweise die Behandlung mit Laser - knnen zwar den Krankheitsverlauf verlangsamen oder sogar zum Stillstand bringen. Allerdings haben sie gravierende Nachteile: So ist dabei die Zerstrung von Gewebe mglich oder die Behandlung birgt ein Infektionsrisiko, das selbst zu Erblindung fhren kann. Prof. Dr. Achim Gpferich vom Institut fr Pharmazie und Prof. Dr. Ernst Tamm vom Institut fr Anatomie der Universitt Regensburg haben deshalb einen alternativen Therapieansatz erarbeitet, der darauf abzielt, die Blutgefe der Netzhaut besser fr Arzneistoffe erreichbar zu machen.

In der neuen Online-Ausgabe der "Proceedings of the National Academy of Sciences" (PNAS) prsentieren die beiden Forscher ihre neueste Entwicklung: Ihnen gelang es, Nanoteilchen mit einem Durchmesser von etwa 50 Nanometern zu entwickeln, die sich nach der Injektion in den Blutkreislauf in der Wand der Blutgefe festsetzen, die die Netzhaut versorgen. Zu diesem Zweck haben sie auf der Oberflche der Nanopartikel Molekle verankert, die an bestimmte Rezeptoren der entsprechenden Zellen anbinden. Fr ihre Untersuchungen griffen Gpferich und Tamm auf ein Mausmodell zurck.

Auf der Grundlage der neuen Nanoteilchen knnten bald "Medikamenten-Transporter" entwickelt werden, die Arzneistoffe gezielt ber die Blutbahn ins Auge befrdern.

Quelle: http://www.pnas.org/content/early/2013/03/21/1220281110.full.pdf+html

Bildunterschrift: Nanoteilchen gegen Netzhauterkrankungen
Bildquelle: Universitt Regensburg

Diese Pressemitteilung wurde über den - idw - versandt.

zuletzt bearbeitet: 28.03.2013 nach oben

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