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Neue Medien können älteren Menschen helfen, gesund zu werden und zu bleiben

Pressemitteilung: Jacobs University Bremen

Lässt sich zum Beispiel Typ-2-Diabetes mit Computer und Internet verhindern?

Internet, SMS und Smartphones knnen einen wichtigen Beitrag dazu leisten, ltere bei der Gesundheitsfrderung zu untersttzen. Sogenannte Expertensysteme gehen individualisiert auf Besonderheiten des Nutzers ein. Sie geben dem Nutzer Fragen und Aufgaben vor. Eine Forschergruppe um Sonia Lippke, Professorin fr Gesundheitspsychologie an der Jacobs University, hat herausgefunden, dass durch den Einsatz neuer Medien gesundheitsschdliche Verhaltensweisen, wie rauchen und Bewegungsmangel positiv beeinflusst werden konnten. Der wichtigste Effekt hierbei ist es, gesunde Verhaltensweisen und Gewohnheiten zu etablieren und im Tagesablauf zu verankern.

In unserer Gesellschaft werden in Zukunft zunehmend mehr ltere Menschen leben. Daher nimmt auch die Bedeutung von Prvention und Gesundheitsfrderung zu: Es gilt, gesundheitliche Ressourcen aufrechtzuerhalten und Verschlechterungen im Gesundheitszustand vorzubeugen. Neue Medien knnen ohne groen persnlichen Aufwand dabei helfen, sich Ziele zu setzen und einen gesunden Lebensstil aufzubauen und zu erhalten. Vor allem bei lteren Menschen und im Bereich der Rehabilitations-Nachsorge stellen mangelnde Zeit und groe Entfernungen zum Behandlungsort hufige Probleme dar, die der Einsatz von neuen Medien aufhebt oder zumindest vermindert.

Das Gesundheitsverhalten einer Person zu verndern, ist nicht einfach, weil es sich meist um ber Jahre etablierte Gewohnheiten handelt. Aus gesundheitspsychologischer Sicht ist es effektiv, negatives Gesundheitsverhalten in Bezug auf gleich mehrere Aspekte positiv zu beeinflussen. So konnte gezeigt werden, dass Menschen, die durch eine computerbasierte Intervention erfolgreich mehr sportliche Aktivitten in ihren Alltag integriert haben, auch ihre Ernhrung umstellten und mehr Obst und Gemse zu sich nahmen.

Computer- und internetbasierte Forschung und Interventionen erfordern bestimmte Voraussetzungen, die zum einen auf Seiten des Teilnehmers und auch auf Seiten der Technologie erfllt sein mssen. Ein internetfhiger Computer, Smartphone oder Tablet und Anwendungskenntnisse sind Grundvoraussetzungen. Bei der Entwicklung von Programmen sollten bestehende Richtlinien, wie z. B. das "Design for All"-Prinzip bercksichtigt werden. Das garantiert eine maximale Nutzbarkeit und Zugnglichkeit auch bei lteren Menschen, indem bereits bei der Entwicklung Menschen mit unterschiedlichsten Fhigkeiten und in verschiedensten Situationen bercksichtigt werden.

Vor allem in der nahen Zukunft zeigen computer- und internetbasierte Manahmen ihr enormes Potential. Die Nutzerzahlen bei Personen ber 60 Jahre erhhten sich innerhalb von krzester Zeit stark. Zwischen 2005 und 2010 verdoppelte sich die Verbreitungsrate von Computern, die Zahl der Internetanschlsse stieg sogar auf das Fnffache des Wertes von 2005. Eine hnliche Entwicklung ist fr die Verbreitung von Handys zu beobachten.

Fragen zu der Studie beantwortet:
Sonia Lippke,
Professor of Health Psychology,
Email: s.lippke@jacobs-university.de,
Tel.: +49 421 200-4730

zuletzt bearbeitet: 30.03.2013 nach oben

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