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Hören Menschen mit Diabetes auf ihre Füße?

Neue Aufklärungsinitiative zur diabetischen Neuropathie

Füße können sprechen: Neue Aufklärungsinitiative zur diabetischen Neuropathie Das macht hellhrig: Jeder dritte Diabetiker in Deutschland leidet an einer diabetesbedingten Nervenfunktionsstrung, jeder Zehnte in Deutschland ist von einem Diabetes betroffen und viele wissen es nicht einmal. Um diese hufige Folgeerkrankung des Diabetes zu erkennen und zu vermeiden, setzt sich die Aufklrungsinitiative "Diabetes! Hren Sie auf Ihre Fe?" von WRWAG Pharma in Zusammenarbeit mit der Deutschen Diabetes-Stiftung (DDS) und einem wissenschaftlichen Beirat dafr ein, auf seine Fe zu "hren": Denn Kribbeln, Brennen, Schmerzen oder Taubheitsgefhle in den Fen knnen Anzeichen fr eine diabetesbedingte Nervenschdigung sein, auch diabetische Neuropathie genannt.

Wer die ersten Warnsignale dieser diabetischen Folgeerkrankung erkennt und frhzeitig (be)handelt, kann dem Voranschreiten der Nervenschdigung entgegenwirken und schwerwiegende Komplikationen, wie das diabetische Fusyndrom, vermeiden. Die bundesweite Info-Tour informiert Menschen mit Diabetes und Interessierte ber die diabetische Neuropathie: mit einem Barfu-Parcours, einem kostenlosen Fu-Check und fachlicher Beratung. Aktuelle Tourdaten und wichtige Informationen rund um das Thema diabetische Neuropathie gibt es ab sofort im Internet auf www.hoerensieaufihrefuesse.de.

Die diabetische Neuropathie steht im Mittelpunkt der neuen bundesweiten Aufklrungsinitiative unter dem Motto "Diabetes! Hren Sie auf Ihre Fe?". Die Initiative hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen mit Diabetes und Interessierte ber das Thema Diabetes und eine seiner hufigsten Folgeerkrankungen, die diabetische Neuropathie, zu informieren und die Frherkennung und rechtzeitige Behandlung zu frdern. Immerhin ist von dieser Nervenschdigung etwa jeder dritte Diabetiker in Deutschland betroffen.

Denn zu viel Zucker im Blut schdigt die Nerven. Empfindungsstrungen wie Kribbeln, Brennen, Taubheitsgefhle oder Schmerzen in den Fen knnen Anzeichen dafr sein. Schenkt man diesen Warnsignalen kein Gehr, knnen schwerwiegende Komplikationen wie das diabetische Fusyndrom die Folge sein. Durch die Empfindungsstrungen knnen Verletzungen unbemerkt bleiben. Es kommt zu schlecht heilenden Gewebsdefekten, die sich auf den ganzen Fu ausbreiten knnen. Dies fhrt jhrlich in ca. 40.000 Fllen zur Amputation. Umso wichtiger ist es, auf seine Fe zu hren, um Nerven und Gefe rechtzeitig schtzen zu knnen.

Frherkennung und Prvention - durch einen gesunden Lebensstil

"Viele Risikofaktoren der diabetischen Neuropathie sind beeinflussbar, man kann also mit Sport, Nikotinverzicht, Einschrnkung des Alkoholkonsums und gesunder Ernhrung selbst vieles dafr tun, dass es gar nicht erst zu dieser Erkrankung kommt. Sehr wichtig gegen diabetesbedingte Komplikationen ist eine gute Blutzuckereinstellung. Daher ist es unerlsslich, gezielt seinen Blutzucker zu messen und zu lernen, daraus eventuelle Konsequenzen zu ziehen. Auerdem sollte man auch seine Blutdruck- und Blutfettwerte immer wieder vom Arzt kontrollieren lassen", so Professor Dr. med. Dan Ziegler, Stv. Direktor am Institut fr Klinische Diabetologie des Deutschen Diabetes-Zentrums und an der Klinik fr Stoffwechselkrankheiten des Universittsklinikums Dsseldorf sowie Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats der Aufklrungsinitiative. Denn eine der wichtigen Ursachen der diabetischen Neuropathie liegt bei Diabetikern in der vermehrten Bildung schdlicher Zuckerabbauprodukte, der sogenannten AGEs (Advanced Glycation Endproducts). Diese AGEs entstehen durch die berzuckerung des Blutes, in dem sich die im berma vorhandenen Zuckerbausteine mit Eiweien verbinden. Sie knnen das Nervengewebe und die Gefe schdigen und somit ihre Funktion erheblich beeintrchtigen.

Die bundesweite Info-Tour - Barfu-Parcours, Gratis-Fu-Check und fachliche Beratung

Eine bundesweite Info-Tour bringt Diabetikern und Interessierten die Frherkennung der diabetischen Neuropathie nahe. Mit wichtigen Informationen zur diabetischen Neuropathie und spannenden Aktionen rund um das Thema Fugesundheit wird Wissen vermittelt und zum Mitmachen motiviert. Der Barfu-Parcours ldt ein, das eigene Gespr in den Fen auf die Probe zu stellen. Gibt es Anzeichen von Empfindungsstrungen, kann man einen kostenlosen Fu-Check machen lassen. Darber hinaus gibt es vor Ort die Mglichkeit einer persnlichen Beratung durch medizinische Fachkrfte. Das vielseitige Angebot wird durch verschiedene Gewinnspielaktionen abgerundet. Als Hauptgewinn an jeder Station der Info-Tour winkt ein exklusiver Wellnesstag fr zwei Personen.

Die Aufklrungstour macht Station in folgenden Stdten

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.hoerensieaufihrefuesse.de.

48. Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) vom 8. bis 10. Mai 2013 in Leipzig.

Die Initiative richtet sich nicht nur an die breite ffentlichkeit, sondern gleichermaen an alle Fachgruppen, die Menschen mit Diabetes betreuen, um ber die nach wie vor unterschtzte Komplikation "diabetische Neuropathie" aufzuklren. Zu diesem Zweck macht die Info-Tour auf dem diesjhrigen Diabetes-Fachkongress der DDG in Leipzig erstmals Station. Hier sind rzte, Apotheker und Diabetesberater herzlich willkommen: im CCL, Messestand Nr. 41. www.diabeteskongress.de

ber die Aufklrungsinitiative "Diabetes! Hren Sie auf Ihre Fe?"

Mit der neuen Aufklrungsinitiative "Diabetes! Hren Sie auf Ihre Fe?" informieren WRWAG Pharma und die Deutsche Diabetes-Stiftung (DDS) zusammen mit renommierten Experten ber die diabetische Neuropathie, um Frherkennung und rechtzeitige Therapie zu frdern und Komplikationen, wie das diabetische Fusyndrom, zu verhindern. Weitere Informationen finden Interessierte unter www.hoerensieaufihrefuesse.de.

Quellen

  • Deutscher Gesundheitsbericht Diabetes 2013, S. 114.
  • Deutscher Gesundheitssurvey 2012.
  • DDG, AG Fu, Presseinformation, 28. September 2012.

Bildunterschrift: Fe knnen "sprechen": Neue Aufklrungsinitiative zur diabetischen Neuropathie
Bildquelle: Aufklrungsinitiative "Diabetes! Hren Sie auf Ihre Fe?"

zuletzt bearbeitet: 03.05.2013 nach oben

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