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Psyche und Diabetes - Angst vor Unterzuckerungen

Pressemitteilung: Bayer Vital GmbH

Genaue Messergebnisse geben der Seele Sicherheit

Bayer HealthCare informiert im Rahmen der 48. Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft über den Einfluss der Psyche auf die Diabetestherapie

Die Psyche spielt bei vielen Therapien eine Schlsselrolle ? besonders bei Menschen mit chronischen Erkrankungen, wie Diabetes mellitus, ist der Therapieerfolg abhngig von der Mitarbeit der Patienten, denn sie mssen die notwendigen Verhaltensnderungen und Therapieentscheidungen umsetzen.

Bei einer Abendveranstaltung von Bayer HealthCare im Rahmen der 48. Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) wird erlutert, wie die Psyche und der Erfolg bei der Diabetes-Therapie zusammenhngen.

ngste vor der Hypoglykmie

Angst ist ein schlechter Ratgeber - ein Sprichwort, das auch in der Diabetestherapie seine Berechtigung hat. Prof. Karin Lange, Fachpsychologin Diabetes (DDG), erklrt in ihrem Vortrag, welche Faktoren eine Hypoglykmie begnstigen. Sie geht zudem auf das Verhalten von erwachsenen Patienten mit einer Insulintherapie und das von Eltern eines Kindes mit Diabetes ein, deren Leben durch unrealistische Hypoglykmiengste belastet sein kann.

"Die Auswirkungen auf die Lebensqualitt von Menschen mit Diabetes knnen sehr gro werden. Situationen mit einem erhhten Unterzuckerungsrisiko werden verstrkt gemieden: Im Extremfall verlassen Betroffene die Wohnung nur noch mit einem erhhten Blutzuckerspiegel, sie fahren kein Auto mehr und verzichten meist auf Sport", schildert Lange.

"berzogenen ngsten vorzubeugen und ein realistisches Risikobewusstsein zu frdern, sind fr die behandelnden Diabetologen und die Diabetesberater/innen zentrale Schulungsthemen", erklrt die Diplompsychologin. Dies gilt besonders fr Eltern junger Kinder mit Typ-1-Diabetes, die ihr Kind mit einem sicheren Gefhl am Abend zu Bett bringen und einen ruhigen Nachtschlaf haben sollen. "Bei extrem belastenden Angststrungen in Zusammenhang mit Hypoglykmien sollte frhzeitig die Hilfe eines diabeteserfahrenen Psychotherapeuten gesucht werden. Die Chance, diese ngste zu reduzieren und Hypoglykmien nur noch mit berechtigter Sorge zu betrachten, ist dabei gro", so Lange.

Diabetes und Ernhrung - richtig Essen kann gelernt werden

Besonders bei Diabetes Typ-2-Patienten ist die Ernhrungspsychologie ein wichtiger Therapieansatz. Dr. Astrid Tombek veranschaulicht in ihrem Beitrag die Bedeutung einer ernhrungstherapeutischen Begleitung von erwachsenen Typ-2-Patienten. "Die grte Schwierigkeit ist es, erlernte und institutionalisierte (Ess-)Verhaltensmuster zu ndern", berichtet die kotrophologin. In Beratungsgesprchen empfiehlt sie, einen patientenzentrierten Ansatz anzuwenden: "In Gesprchen sollte das individuelle Gesundheits- und Krperbewusstsein des Patienten geschaffen oder geschrft werden: In welchen Situationen esse ich? Was esse ich? Worauf muss ich achten? Was muss/will ich verndern?" Damit sich ein planerisches Essverhalten entwickeln kann, sei es wichtig die Behandlung ausgewogen zu gestalten und diese individuell auf den Patienten abzustimmen - dabei ist es besonders hilfreich sich in den Patienten hineinversetzen zu knnen und den persnlichen und familiren Hintergrund zu kennen.

"In einem nchsten Schritt sollten dann die herausgearbeiteten Anstze und Ziele in einem konkreten Therapieplan umgesetzt werden", rt die Ernhrungs-Expertin, "es ist hierbei wichtig, den Patienten durch Vermittlung von Wissen zur Selbsthilfe zu befhigen." Als Basis fr eine erfolgreiche Ernhrungstherapie bei Menschen mit Diabetes sieht sie die Blutzuckermessung, die auf zuverlssigen und przisen Messwerten beruht (z. B. mit Contour® Next USB). "Die Bestimmung von Blutzuckerwerten erfllt gleich zwei wichtige Funktionen in der Ernhrungstherapie, denn die Messwerte sind (Selbst-)Kontrolle und Ansporn in einem," erklrt Tombek, "die Erfolge in einem Gert ablesen zu knnen, erleichtert mir die Patientenfhrung und frdert die Motivation des Patienten."

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Sensoruntersttzte Pumpentherapie bei Kindern und Jugendlichen

Dr. Simone von Sengbusch, Diabetologin und Fachrztin an der Universittskinderklinik Schleswig-Holstein, Campus Lbeck, Klinik fr Kinder- und Jugendmedizin, erlutert in ihrem Vortrag, wie optimal aufeinander abgestimmte Komponenten in der Pumpentherapie (Blutzuckermessgert, Pumpe, Glukosesensor sowie eine spezielle Pumpensoftware) das Diabetes-Management von Kindern mit Typ-1-Diabetes leichter und sicherer macht. "Kinder und Jugendliche, die Insulin spritzen, aber auch ihre Eltern, haben Angst vor Unterzuckerungen - insbesondere vor nchtlichen Unterzuckerungen. Das ist eine Hrde in Hinblick auf die Normalisierung des Glukosestoffwechsels", erklrt von Sengbusch: "Durch die sensoruntersttzte Pumpentherapie zeigen Patienten ein greres Vertrauen in ihr Diabetes-Management."

"Das kinderleicht zu bedienende Contour® Link Blutzuckermessgert ist das einzige Messgert, das Blutzuckerwerte automatisch per Funk an die Medtronic MiniMed® VEO Pumpe senden kann. Die manuelle Eingabe der Blutzuckerwerte erbrigt sich und bietet noch mehr Sicherheit durch die korrekte bermittlung der Werte an die Pumpe, wo der Bolusmanager der Insulinpumpe (BolusExpert®) bei der Berechnung der Insulinmenge hilft", erklrt von Sengbusch.

Die Kombination der MiniMed® Pumpe mit dem Enlite® Glukosesensor ermglicht die kontinuierliche Anzeige der Gewebeglukosewerte mit Alarm bei ber- oder Unterschreiten vom Zielbereich. Zustzlich besteht die Option einer automatischen Hypoglykmieabschaltung, wenn z. B. nachts auf einen Hypoglykmiealarm nicht reagiert wird. Die sensoruntersttzte Pumpentherapie bietet einen "Film an Gewebeglukosewerten und nicht nur Einzelfotos", so von Sengbusch - dadurch werden ganz neue Zusammenhnge des Blut- und Gewebezuckers unter Alltagsbedingungen sichtbar. Die Diabetologin erklrt: "Durch das Sehen und Verstehen des individuellen Blutzuckerverlaufs im Rahmen einer sensoruntersttzen Pumpentherapie wird die Insulintherapie besser steuerbar und ngste knnen abgebaut werden."

Mehr Informationen zur Blutzuckerselbstkontrolle erhalten Sie im Internet unter www.diabetes.bayer.de.

zuletzt bearbeitet: 09.05.2013 nach oben

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