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Zuckerhaltige Getränke fördern Übergewicht und Typ-2-Diabetes

Europäischer Adipositas-Tag am 18. Mai 2013

diabetesDE warnt: Trink' Dich nicht dick!

Der Konsum von Limonade und Co. macht auf Dauer dick. Vor allem Kinder und Jugendliche trinken zu viel Limonaden, Cola- Fruchtsaft-, Tee- und Milchmischgetrnke mit hohem Zucker- und Kaloriengehalt. Auch die Entstehung von Diabetes Typ 2 wird durch ein solch ungesundes Trinkverhalten begnstigt. Lebensmittelkonzerne tragen aktiv zu diesem Problem bei, indem sie massiv bergewichtfrdernde Produkte entwickeln und speziell fr diese junge Konsumenten-Zielgruppe aggressiv bewerben.

Die Organisation foodwatch e.V. verlieh diese Woche dem Produkt "Capri-Sonne" des Heidelberger Unternehmens Wild den Negativpreis "Goldener Windbeutel 2013" fr die dreistesten Werbepraktiken fr ungesunde Lebensmittel mit Zielgruppe Kind. Die gemeinntzige Organisation diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe begrt diese "Auszeichnung" und fordert anlsslich des Europischen Adipositas-Tags am 18. Mai 2013 ein Verkaufsverbot von Soft-Drinks und anderen zuckerhaltigen Getrnken sowie die Frderung eines gesunden Trinkverhaltens in Schulen, Kindertagessttten und Betrieben mittels Trinkwasserzapfanlagen.

"Limonade ist aromatisiertes Zuckerwasser. Bereits 6-jhrige Jungen nehmen in Deutschland nur ber Limonaden schon 5 kg Zucker pro Jahr zu sich; im Alter von 14-17 Jahren sind es dann bereits 30 kg pro Jahr", warnt Prof. Dr. Thomas Danne, Vorstandsvorsitzender von diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe und Chefarzt des Kinderkrankenhauses "Auf der Bult" in Hannover. Das Alarmierende: "Ein Glas Limo pro Tag auf Dauer erhht das Diabetes-Risiko um 22 Prozent", betont der Kinder-Diabetologe.

Poppig-bunte Verpackungen mit frischen Frchten darauf, deren eisgekhlter Inhalt bei Spiel, Spa und Sport mit Freunden den Durst lscht - damit bewerben Unternehmen Soft-Drinks gezielt bei Kindern und Jugendlichen. Die Werbung soll suggerieren, dass solche Getrnke viel Fruchtsaft enthalten, der nach wie vor allgemein als gesund gilt, selbst jedoch auch sehr zucker- und kalorienreich ist. Limonaden und Fruchtsaftgetrnke enthalten wenig oder keine Frucht, dafr aber umso mehr Aromen und Zucker.
So enthlt die gerade als Negativprodukt "ausgezeichnete" Capri-Sonne (Orange) je 200 ml-Packung sechseinhalb Stck Wrfelzucker - sogar mehr als die Limonade Fanta Orange, so foodwatch e.V.

"Auch Kinder- und Jugendrzte sollten die Eltern ber mgliche Risiken aufklren", fordert Professor Danne. Saft pur und Multivitaminsfte seien aufgrund des hohen Zuckergehaltes keine geeigneten Durstlscher. Dies gelte noch mehr fr Fruchtsaftgetrnke und Limonaden, denen gezielt ein hoher Zuckeranteil zugesetzt wird: Deren Verzehr stelle einen eigenstndigen Risikofaktor fr eine bermige Gewichtszunahme dar. Besonders Kinder und Jugendliche seien durch dieses Element eines "adipogenen" Lebensstils gefhrdet, denn solche Erfrischungsgetrnke sind fast berall fr wenig Geld verfgbar und in diesen Altersgruppen besonders beliebt - und die "flssigen Zusatzkalorien" machten nicht einmal satt. "Anstatt zuckerhaltiger Getrnke sollten Kindern und Jugendlichen Wasser, ungester Tee oder stark verdnnte Saftschorlen als Durstlscher angeboten werden", empfiehlt Danne.

"Ein bundesweites Verkaufsverbot zuckerhaltiger Getrnke an Kindertagessttten und Schulen ist aber lngst berfllig", so der Vorstandsvorsitzende von diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe. "Denn gegen derartige massive Werbepraktiken, wie sie heute auf allen kindgerechten Kommunikationskanlen verbreitet werden, kommen Eltern und Gesundheitsexperten ohne gesetzliche Regulierung nicht mehr an", so Danne weiter. diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe begre daher das Engagement seitens foodwatch e.V., Produkte wie "Capri-Sonne" fr die "dreisteste Werbemasche des Jahres" mit dem "Goldenen Windbeutel 2013" auszuzeichnen.

Mit der Kampagne "Diabetes STOPPEN - jetzt!" hat sich diabetesDE zum Ziel gesetzt, politisch gegen die epidemische Ausbreitung von Diabetes Typ 2 und bergewicht zu kmpfen. Diese zehn klar formulierten Forderungen sollen zu einem gesunden Lebensstil beitragen:

Weitere Informationen zur Kampagne unter www.diabetes-stoppen.de.

zuletzt bearbeitet: 17.05.2013 nach oben

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