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Frühe Nutzenbewertung von Medikamenten

G-BA-Chef Hecken weist Kritik von Fachgesellschaften zurück

Der unparteiische Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), Josef Hecken, hat die Forderungen von fnf medizinischen Fachgesellschaften nach Vernderungen bei der frhen Nutzenbewertung von Medikamenten als unbegrndet zurckgewiesen.

"Die vorgebrachten Argumente knnen angesichts der bisherigen Bewertungspraxis des Instituts fr Qualitt und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen und des G-BA in keiner Weise berzeugen. Schlielich sind die Fachgesellschaften ja bereits sehr intensiv in das Verfahren in Form von schriftlichen und mndlichen Stellungnahmen eingebunden. Sie entscheiden allerdings - aus gutem Grund - nicht ber das abschlieende Wertungsergebnis, was vor dem Hintergrund einer unabhngigen und evidenzbasierten Bewertung auch nicht sachgerecht wre", sagte Hecken am Freitag in Berlin.

"Die im Verfahren gewhlte zweckmige Vergleichstherapie bercksichtigt Leitlinien, die Evidenz dazu wird vollstndig verffentlicht und im Rahmen der Anhrung sehr umfassend diskutiert. Nach den bis dato 37 abgeschlossenen frhen Nutzenbewertungen ist mir kein Verfahren bekannt, bei dem die Stellungnahme der beteiligten Fachgesellschaften nicht bei der Entscheidung des G-BA angemessen bercksichtigt worden wre. In einigen Fllen ist der G-BA mitunter bewusst von den Wertungsergebnissen des IQWiG abgewichen und ist damit seiner rechtlich vorgesehenen Rolle als Entscheidungsinstanz und Korrektiv im Bewertungsverfahren gerecht geworden."

"Die Fachgesellschaften haben mit den bestehenden Formen der Mitwirkung durch Anhrungen und schriftlichen Eingaben weitreichende Mglichkeiten, die es konstruktiv zu nutzen gilt. Dies ist im Sinne einer ausgewogenen Nutzenbewertung zielfhrender, als die Etablierung neuer berbordender Verfahrensschritte", sagte Hecken.

zuletzt bearbeitet: 25.05.2013 nach oben

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