Das unabhängige Diabetes-Portal DiabSite

Home > Aktuelles > Diabetes-Nachrichten > Archive > 2013 > 130702c

Neue Rabattarzneimittel für Millionen Patienten in den Apotheken

Gesetzliche Zuzahlung entfällt nur selten

Beratung in der Apotheke Viele neue Rabattvertrge treten ab sofort in allen deutschen Apotheken in Kraft. Millionen gesetzlich krankenversicherter Patienten mssen sich darauf einstellen, bei ihrer nchsten Rezepteinlsung ein anderes Arzneimittel als bisher vom Apotheker ausgehndigt zu bekommen. Darauf macht der Deutsche Apothekerverband (DAV) aufmerksam. Nach Berechnungen des DAV erlassen oder ermigen die Krankenkassen ihren Versicherten die gesetzliche Zuzahlung aber fr kaum mehr als ein Drittel dieser Rabattarzneimittel. Von den 24.800 erfassten Rabattarzneimitteln sind nur 9.400 Medikamente ab 1. Juli zur Hlfte oder komplett von der Zuzahlung befreit (38 Prozent).

"Das ist nicht das erste Mal in diesem Jahr, dass Millionen Patienten auf neue Arzneimittel umgestellt werden, und es wird wohl auch nicht das letzte Mal sein", sagt der stellvertretende DAV-Vorsitzende Dr. Rainer Bienfait. Jede Apotheke msse grundstzlich das von der jeweiligen Krankenkasse vorgesehene Rabattarzneimittel abgeben - bei gleichem Wirkstoff, gleicher Wirkstrke, gleicher oder als austauschbar festgesetzter Darreichungsform, identischer Packungsgre und Zulassung fr ein gleiches Anwendungsgebiet. Bienfait: "Besonders gro kann die Verunsicherung bei chronisch kranken Menschen sein, die ihre Medikamente genau kennen. Persnliches Engagement des Apothekers in Verbindung mit pharmazeutischem Fachwissen ist dann erforderlich, um dem Patienten das Vertrauen in seine Medikation wiederzugeben."

Durch das Umsetzen der Rabattvertrge untersttzen die Apotheken die gesetzlichen Krankenkassen bei diesen Einsparungen. Laut Bundesgesundheitsministerium hat die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) im Jahr 2012 rund 2,4 Mrd. Euro durch Rabattvertrge eingespart (2011: 1,7 Mrd. Euro). Vor allem der AOK-Verbund mit 1,1 Mrd. Euro (2011: 0,7 Mrd. Euro) und die Ersatzkassen mit 0,8 Mrd. Euro (2011: 0,6 Mrd. Euro) gehren zu den grten Sparern. Zum Vergleich: Selbst ohne Abzug der Rabattvertragseinsparungen sind die GKV-Arzneimittelausgaben 2012 nur um 1,5 Prozent auf 27,7 Mrd. Euro gestiegen und lagen damit deutlich unter den Erwartungen in Hhe von 2,7 Prozent laut Rahmenvorgaben von GKV und Kassenrztlicher Bundesvereinigung (KBV).

Bildunterschrift: Beratung in der Apotheke
Bildquelle: ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbnde

zuletzt bearbeitet: 02.07.2013 nach oben

Unterstützer der DiabSite:

Monika Gause

Monika Gause

Weitere Angebote:

Spendenaufruf Ukraine

Hilfeaufruf Ukraine

Diabetes-Portal DiabSite startet Spendenaufruf für Menschen in der Ukraine.