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Kombination von Diabetes- und Herzmedizin überzeugte arabische Delegation

Pressemitteilung: Klinikum Karlsburg

Hightech-Apparatemedizin hält internationalen Vergleichen stand

Prof. Dr. Wolfgang Motz erklärte die Technik im Herzkatheterlabor im Klinikum Karlsburg
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Eine arabische Delegation mit hochrangigen Vertretern der Gesundheitswirtschaft aus dem Emirat Fujairah und dem Knigreich Bahrain besichtigte am 9. Juli 2013 das Klinikum Karlsburg. Das renommierte Herz- und Diabeteszentrum Karlsburg hatte sich in der Vergangenheit mehrfach auf der Arab Health in Dubai prsentiert und auf der weltweit grten Messe der Medizinbranche groe Anerkennung und Aufmerksamkeit gefunden. Die arabischen Gesundheitspolitiker und Mediziner wollten sich nun vor Ort von den hohen medizinischen Standards des Klinikums Karlsburg berzeugen.

Es war der erste Arbeitsbesuch auf der Grundlage einer Vereinbarung zwischen dem Klinikum Karlsburg und Vertretern des Emirates Fujairah, die auf der diesjhrigen Medizinmesse getroffen wurde. Im Beisein von Harry Glawe (CDU), Wirtschaftsminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, war ein Kooperationsvertrag unterzeichnet worden, der die Zusammenarbeit und den Austausch von Medizinern und Vertretern der Gesundheitswirtschaft vorsieht. Hintergrund ist die hohe Diabetes-Erkrankungsrate in der Golfregion. In den Vereinigten Arabischen Emiraten leiden bereits 35 bis 40 Prozent der Bevlkerung an der Zuckerkrankheit. Die dafr notwendigen Behandlungsstrukturen existieren nicht.

In Karlsburg sollen deshalb knftig rzte fr das Emirat Fujairah geschult werden. Auerdem will das vorpommersche Klinikum Patienten behandeln, fr die in der Golfregion die Spezialisten fehlen. Ein Anfang ist bereits gemacht, erklrte Prof. Dr. med. Wolfgang Motz, rztlicher Direktor des Klinikums Karlsburg. Die ersten zwei Patienten aus dem Emirat Fujairah seien bereits behandelt worden. Rund 30 bis 40 Patienten aus dem arabischen Raum knnte das Klinikum jhrlich betreuen, meinte Professor Wolfgang Motz.

Die arabischen Gste zeigten sich vom Klinikum Karlsburg und seiner Kombination von Diabetes- und Herzmedizin stark beeindruckt. "Die Kombination in einem Haus bietet Patienten groe Chancen, das ist sehr komfortabel", lobte der ehemalige Gesundheitsminister des Knigreiches Bahrein, Faisal Alhamer. Der Manager der Fujairah Gesundheitsgruppe Muhammad Natafi erklrte, er knne sich vorstellen, sich in Karlsburg behandeln zu lassen. Die High-tech-Apparatemedizin halte jeglichen internationalen Vergleichen stand. Er berlege, ob er seine kardiologische Behandlung von Schottland nach Karlsburg verlege.

Mit einer 80jhrigen Tradition gehrt die Karlsburger Spezialklinik fr Diabetes zu den ltesten weltweit. In Deutschland gilt sie heute als Vorreiter bei der Behandlung von "herzkranken Diabetikern". Die Entscheidung, 1994 am Standort der Diabeteseinrichtung zustzlich ein modernes, neues Herzzentrum zu errichten, sei "sehr weitsichtig" gewesen, sagte Motz. Die jhrlich rund 10.000 Patienten, die stationr im Herz- und Diabeteszentrum behandelt werden, profitieren davon. Denn das Risiko, als Diabetiker an einer Herz- oder Geferkrankung zu sterben, ist sehr hoch, weil der Zucker die groen und kleinen Gefe schdigt. "Rund zwei Drittel aller Patienten, die im Herzkatheterlabor nach einer Herzerkrankung behandelt werden mssen, sind bereits zuckerkrank bzw. besitzen eine Vorstufe der Stoffwechselstrung", unterstreicht der rztliche Direktor Prof. Dr. Wolfgang Motz.

Das Klinikum Karlsburg hat in den letzten Jahren groe Investitionen in das moderne Herzzentrum gettigt. Es gibt drei Herzoperationssle, vier Katheterlabore und einen sogenannten Hybrid-Operationssaal. Jhrlich werden rund 2500 Herz- und Gefoperationen und rund 5000 kardiologische Eingriffe vorgenommen. Das Klinikum hat sich auf die Diagnostik und Therapie aller vaskulren Erkrankungen, der Erkrankungen des Herzmuskels und der Herzklappen sowie smtlicher Formen des Diabetes mellitus und seiner Komplikationen spezialisiert. In den nchsten Jahren plant das Klinikum sein Engagement im Bereich Diabetes noch weiter auszubauen.

"In Karlsburg wird ein Campus Diabetes entstehen, dessen Herzstck ein neues Diabetes-Innovationszentrum bildet", betonte Prof. Dr. Wolfgang Motz vor den Gsten. "Wir werden die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen verstrken, um innovative Technik zu erproben und wissenschaftlich zu evaluieren." Vorgesehen ist beispielsweise die Erprobung der Plasmamedizin bei der Wundheilung: ein gemeinsames Projekt mit dem Greifswalder Leibniz-Institut fr Plasmaforschung und Technologie (INP Greifswald). Prof. Klaus-Dieter Weltmann nutzte als Direktor des Leibniz-Institutes die Chance, den arabischen Gsten den gerade als Medizinprodukt zugelassenen Plasma-Pen zu demonstrieren. Gemeinsam mit dem Klinikum Karlsburg soll demnchst eine Studie auf den Weg gebracht werden, die die Wirksamkeit des physikalischen Plasmas bei der Wundbehandlung von Diabetespatienten belegt.

Die Delegation aus dem arabischen Raum nahm anschlieend an der zweitgigen 9. Nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft in Rostock teil.

Bildunterschrift: Der rztliche Direktor, Prof. Dr. med. Wolfgang Motz, erklrte die Technik im Herzkatheterlabor im Klinikum Karlsburg
Bildquelle: Klinikum Karlsburg - Herz- und Diabeteszentrum

zuletzt bearbeitet: 13.07.2013 nach oben

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