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Inkretin-Diabetesmedikamente

Kein Nachweis eines erhöhten Pankreasrisikos durch GLP-1-Analoga und Dipeptidylpeptidase-4-Hemmer

Aktuelle Studien vorgestellt und kommentiert von Prof. Helmut Schatz

Das verffentlichte Ergebnis der berprfung der Inkretinmimetika durch die Europische Arzneimittelagentur EMA ergab keine nderung der bisherigen Sicherheitsbeurteilung fr diese Klasse von Diabetesmedikamenten. Es bestehe, wie seit langem bekannt und in den Packungsbeilagen angefhrt, ein leicht erhhtes Pankreatitisrisiko, fr ein gesteigertes Krebsrisiko finde sich in den vorliegenden Daten keinerlei Hinweis.

Im Frhjahr 2013 wurde im Blog der Deutschen Gesellschaft fr Endokrinologie mehrfach auf die angelaufenen berprfungen durch Arzneibehrden und Diabetesgesellschaften berichtet, auch ber den Workshop der National Institutes of Health in Bethesda Mitte Juni 2013. Die EMA kommt jetzt, ebenso wie die NIH-Konferenz, zu dem Ergebnis eines fehlenden Beweises fr eine Pankreasschdigung durch Inkretinmimetika. Dies ist auch die Aussage eines gemeinsamen Statements der Amerikanischen, Europischen und Internationalen Diabetesgesellschaft vom 28. Juni 2013.

Die EMA beabsichtigt jetzt, die unterschiedlich formulierten Warnungen in den Packungsbeilagen aller Inkretinmimetika zu harmonisieren. Die Vor- und Nachteile der Inkretinmimetika seien mit dem Arzt zu besprechen, Patienten sollten eine bestehende Therapie nicht selbst abbrechen.

Zur Zeit laufen mehrere groe kardiovaskulre Sicherheitsstudien der Herstellerfirmen. Die SAVOR-TIMI-53-Studie mit Saxagliptin ist bereits abgeschlossen, in ihr hatte sich kein erhhtes Pankreasrisiko gezeigt. Unabhngig davon laufen seit 2011 zwei allgemeine Sicherheitsstudien, die fr das Pankreasrisiko spezieller sind. Eine davon, von der Europischen Kommission gesponsert, wird im Frhjahr 2014 beendet sein.

Kommentar

Das Ergebnis der EMA-Analyse - das der amerikanischen Arzneibehrde FDA steht noch aus - liegt auf der Linie wie die NIH-Konferenz. Es ist erfreulich, dass die so erfolgreichen Inkretinmimetika ohne ernste Bedenken weiter verwendet werden knnen und es ist zu hoffen, dass sich in den laufenden Studien sowie nach noch lngeren Zeitrumen keine erhhten Sicherheitsrisiken ergeben werden.

Literatur

zuletzt bearbeitet: 30.07.2013 nach oben

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