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Diabetes gehört zu den wichtigsten Risikofaktoren für den Schlaganfall

Drei von sieben Lebensregeln reduzieren bereits deutlich das Schlaganfallrisiko

Ein gesunder Lebensstil mit einem normalen Blutdruck, guten Blutzuckerwerten und Nichtrauchen kann einen Schlaganfall verhindern. Wer diese drei der insgesamt sieben Lebensregeln, die die Amerikanische Herzgesellschaft zum Schutz vor einem Herzinfarkt aufgestellt hat, beachtet, senkt damit einer aktuellen Studie zufolge auch das Schlaganfall-Risiko. Vor allem gute Blutdruckwerte knnen das Risiko um 60 Prozent senken, erklren die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) und die Deutsche Gesellschaft fr Neurologie (DGN).

Fr einen optimalen Schutz vor Herzkreislauferkrankungen drfen Blutdruck, Cholesterin und Blutzucker nicht erhht sein. Auerdem sollte man krperlich aktiv sein, bergewicht vermeiden, sich gesund ernhren und nicht rauchen. "Diese sieben Lebensregeln, die die Amerikanische Herzgesellschaft unter dem Motto Life's Simple 7 zusammengestellt hat, sind wissenschaftlich gut belegt", sagt DSG-Pressesprecher Professor Dr. med. Joachim Rther von der Asklepios Klinik in Hamburg-Altona: "Wer von diesen Regeln mindestens drei einhlt, kann neben dem Herzinfarkt auch sein Schlaganfallrisiko deutlich senken."

Das ist das Ergebnis einer in der Fachzeitschrift Stroke verffentlichten Studie. Mehr als 22.000 Amerikaner im Alter ber 45 Jahre wurden ber fast fnf Jahre begleitet. Die Teilnehmer fllten zu Beginn der Studie Fragebgen zu ihren Lebensgewohnheiten aus. So konnten die Forscher den Einfluss jeder einzelnen Lebensregel auf die Schlaganfallhufigkeit untersuchen. "Die Teilnehmer mit einem optimalen Lebensstil erlitten nur halb so hufig einen Schlaganfall wie Teilnehmer, die gegen viele Regeln verstieen", berichtet Professor Rther.

Die Studie dokumentiert erstmals, dass auch die Einhaltung einzelner Lebensregeln das Schlaganfallrisiko gnstig beeinflusst. Die grte Wirkung hat der Blutdruck. Optimale Werte senkten das Schlaganfallrisiko um 60 Prozent. "Der Bluthochdruck kann heute mit Medikamenten ohne Einschrnkung der Lebensqualitt wirksam behandelt werden", sagt Professor Hans-Christoph Diener, Pressesprecher der DGN und Direktor der Klinik fr Neurologie am Universittsklinikum Essen: "Alle betroffenen Erwachsenen sollten diese Mglichkeit nutzen." Einen deutlichen Einfluss hatte auch der Verzicht auf das Rauchen. "Studienteilnehmer, die seit mindestens einem Jahr nicht mehr geraucht hatten, erlitten um 40 Prozent seltener einen Schlaganfall", berichtet Professor Diener. Gleich gro war der Einfluss des Blutzuckers. "Ein Diabetes gehrt zu den wichtigsten Risikofaktoren fr den Schlaganfall", stellt Professor Diener fest.

Bei den anderen Lebensstilfaktoren war die Schutzwirkung vor einem Schlaganfall geringer und statistisch nicht sicher nachweisbar. Niedriges Cholesterin, krperliche Bewegung, gesunde Ernhrung und Normalgewicht schtzen jedoch definitiv vor einem Herzinfarkt und sind deshalb wichtige Gesundheitsziele.

Literatur: Kulshreshtha A, et al: Life's Simple 7 and Risk of Incident Stroke: The Reasons for Geographic and Racial Differences in Stroke Study. Stroke. 2013;44:1909-1914. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23743971

Diese Pressemitteilung wurde über den - idw - versandt.

zuletzt bearbeitet: 30.08.2013 nach oben

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