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Jeder achte Mensch mit Diabetes ist auch depressiv

Pressemitteilung: Bayer Vital GmbH

Prävalenz für Depression doppelt so hoch wie in der Normalbevölkerung

Menschen mit Diabetes haben ein hohes Risiko für Depressionen Die Tage werden krzer, das Wetter ist oft grau und trb - die dunkle Jahreszeit schlgt vielen aufs Gemt. Daten belegen, dass Menschen mit Diabetes im Vergleich zu stoffwechselgesunden Menschen ein etwa doppelt so hohes Risiko haben, an einer Depression zu erkranken:

So tritt bei jedem Achten eine klinische Depression auf, jeder Dritte weist eine erhhte Depressivitt auf.[1] Fr die Betroffenen ist es von zentraler Bedeutung, ihre Erkrankung als Teil ihres Lebens zu akzeptieren. Eine einfache und verlssliche Blutzuckerselbstkontrolle, beispielsweise mit Hilfe der Contour® Next Mess-Systeme von Bayer, erleichtert Menschen mit Diabetes den Alltag und kann zu einer besseren Lebensqualitt beitragen.

Hohes Depressionsrisiko bei Menschen mit Diabetes

Das Leben mit Diabetes ist fr viele Menschen eine ernstzunehmende Belastung, gerade weil sie stets gezwungen sind, die Therapie-Manahmen ihrem privaten und beruflichen Tagesablauf anzupassen. Wie eine aktuelle, bevlkerungsbasierte Meinungsumfrage zeigt, ist die Lebensqualitt von Menschen mit Diabetes im Vergleich zur Allgemeinbevlkerung deutlich reduziert - insbesondere bei Frauen mit Diabetes.[2] Auf Belastungen im Umgang mit der Erkrankung, wie beispielsweise schwankende Blutzuckerwerte, Folgekomplikationen oder Hypoglykmien, reagieren Menschen mit Diabetes oftmals mit depressiven Symptomen wie Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, Angstgefhlen, Schlafstrungen oder krperlichen Schmerzen. So weisen Patienten beispielsweise in den ersten 30 Tagen nach einer schweren Hypoglykmie eine erhhte depressive Symptomatik auf.[3]

US-Wissenschaftler ermittelten ein sehr stark erhhtes Risiko fr Menschen mit Diabetes, an einer Depression zu erkranken, und konnten dabei eine Korrelation zur Art der Therapie aufzeigen: In der Studie, die mehr als 65.000 Frauen mit Diabetes ber einen Zeitraum von zehn Jahren untersuchte, wurde bei Probandinnen, die mit oralen Antidiabetika behandelt wurden, ein um 25 Prozent erhhtes Risiko festgestellt - insulinbehandelte Patientinnen waren sogar um 53 Prozent strker gefhrdet, eine Depression zu entwickeln.[4]

Teufelskreis: Wechselwirkung zwischen Diabetes und Depression

Umgekehrt erhht die Depression das Risiko fr einen ungnstigen Verlauf des Diabetes: Sie erschwert das Management des Diabetes hinsichtlich regelmiger Blutzuckerkontrollen, reduziert die Adhrenz und verhindert das Erreichen wichtiger Therapieziele. Untersuchungen belegen eine erhhte Gefhrdung fr die Entwicklung von Folgekomplikationen sowie ein erhhtes Mortalittsrisiko, wenn Diabetes und Depression gemeinsam auftreten. Diesen Zusammenhang berprfte eine Studie, in der mehr als 78.000 Frauen ber sechs Jahre lang untersucht wurden: Verglichen mit gesunden Frauen war das relative Risiko fr die Gesamtsterblichkeit bei Frauen mit Diabetes um das 2,7-fache erhht; bei einer zustzlichen Depression steigerte sich das Mortalittsrisiko weiter auf das 5,4-fache.[5]

Depression frhzeitig diagnostizieren

Um bei Menschen mit Diabetes schlechte Blutzuckerwerte und Folgekomplikationen zu vermeiden, ist es elementar, eine erhhte Depressivitt oder eine klinische Depression frhzeitig zu erkennen und zu behandeln. Experten schtzen, dass nur die Hlfte der depressiven Menschen mit Diabetes berhaupt die richtige Diagnose erhlt. Das zentrale diagnostische Instrument ist das Arzt-Patienten-Gesprch. Rechtzeitig diagnostiziert, sind Depressionen gut therapierbar: Die im Sommer 2013 aktualisierte S2-Leitlinie "Psychosoziales und Diabetes" empfiehlt bei leichter Symptomatik eine psychosomatische Basisversorgung durch den Hausarzt, Internisten oder Diabetologen, bei mittelschwerer und schwerer Depression soll die Kombination einer Pharmakotherapie mit einer Psychotherapie geprft werden. Bei einer schweren Depression ist zustzlich die Integration eines Facharztes in die Therapie wichtig.

In der Psychotherapie lernen Betroffene unter anderem, ihre Diabetes-Erkrankung in ihr Leben zu integrieren und Strategien zu erarbeiten, mit Stress und belastenden Lebensereignissen umzugehen. Sind die Betroffenen weniger oder nicht mehr belastet, knnen sie sich intensiver um ihre Zuckerwerte kmmern.

Einfache und sichere Blutzuckerselbstkontrolle im Alltag

Die regelmige und exakte Kontrolle des Blutzuckers ist fr Menschen mit Diabetes wichtig. Je besser sich die Blutzuckerselbstkontrolle in den Alltag integrieren lsst und je einfacher das Blutzuckermessgert zu bedienen ist, desto weniger belastet das Diabetes-Management die Betroffenen. Die Bestimmung des Blutzuckerwerts durch einfache und zugleich hochprzise Messgerte wie die Contour Next Systeme (Contour Next, Contour XT oder Contour Next USB) kann dies leisten. Eine gute Blutzuckereinstellung mit geringen Schwankungen der Werte kann dazu beitragen, die Lebensqualitt von Menschen mit Diabetes zu steigern.

ber Bayer HealthCare Deutschland

Bayer HealthCare Deutschland vertreibt die Produkte der in der Bayer HealthCare AG zusammengefhrten Divisionen Animal Health, Consumer Care, Medical Care (Diabetes Care und Radiology & Interventional) und Pharmaceuticals. Das Unternehmen konzentriert sich auf das Ziel, in Deutschland innovative Produkte in Zusammenarbeit mit den Partnern im Gesundheitswesen zu erforschen und rzten, Apothekern und Patienten anzubieten. Die Produkte dienen der Diagnose, der Vorsorge und der Behandlung akuter und chronischer Erkrankungen sowohl in der Human- als auch in der Tiermedizin. Damit will Bayer HealthCare Deutschland einen nachhaltigen Beitrag leisten, die Gesundheit von Mensch und Tier zu verbessern.

Quellen

  1. Presse-Information der Deutschen Diabetes Gesellschaft vom 18. Juni 2013.
  2. Schunk et al. Health-related quality of life in subjects with and without Type 2 Diabetes: pooled analysis of five population-based surveys in Germany Diabet Med 2012; 29:646-53.
  3. Strachan et al. Recovery of cognitive function and mood after severe hypoglycemia in adults with insulin-treated diabetes. Diabetes Care 2000; 23 (3):305-312.
  4. Pan et al. Bidirectional Association between Depression and Type 2 Diabetes in Women. Arch Intern Med 2010; 170(21):1884-1891.
  5. Pan et al. Increased Mortality in Women with Depression and Diabetes Mellitus. Arch Gen Psychiatry 2011; 68 (1):42-50 sowie Deutscher Gesundheitsbericht 2013 Diabetes (Deutsche Diabetes-Hilfe).

Bildunterschrift: Menschen mit Diabetes haben im Vergleich zu stoffwechselgesunden Menschen ein rund doppelt so hohes Risiko an einer Depression zu erkranken.
Bildquelle: Bayer HealthCare Deutschland

zuletzt bearbeitet: 07.10.2013 nach oben

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