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Mit Ballaststoffen Typ-2-Diabetes vorbeugen und besser managen

Ernährung schrittweise umstellen

Bundesweit nehmen Mnner und Frauen deutlich zu wenig Ballaststoffe zu sich. Dabei weisen Studien darauf hin, dass unabhngig vom Fettkonsum die Menge an verzehrten Ballaststoffen aus Getreideprodukten das Risiko eines Diabetes Typ 2 senken kann. Denn Ballaststoffe tragen zur Sttigung bei, senken die Energiedichte der Nahrung und gltten die Blutzuckerkurve nach Mahlzeiten. Damit knnen sie helfen, bergewicht - eine der Hauptursachen von Diabetes Typ 2 - vorzubeugen und sie sind auch wichtige Helfer beim Diabetesmanagement. Die abrupte Umstellung auf eine ballaststoffreichere Kost kann mit Problemen verbunden sein, etwa Blhungen.

Was bei einer Ernhrungsumstellung auf eine ballaststoffreichere Kost beachtet werden sollte, erklrt die Ernhrungsexpertin Dr. dipl. oec. troph. Astrid Tombek von der Diabetes Klinik Bad Mergentheim im nchsten Experten-Chat am 10. Oktober 2013. Fragen knnen ab sofort unter www.diabetesde.org/experten-chat gestellt werden.

Die Ernhrung ist fr Menschen mit Diabetes Typ 2 wichtiger Bestandteil der Therapie. Ballaststoffe spielen hierbei eine entscheidende Rolle: "Wir empfehlen Menschen mit Diabetes, statt der empfohlenen 30 Gramm daher sogar 40 Gramm Ballaststoffe am Tag zu sich zu nehmen", sagt Dr. Tombek. Laut der Nationalen Verzehrstudie nehmen Mnner derzeit jedoch nur durchschnittlich 25 Gramm und Frauen 23 Gramm Ballaststoffe pro Tag zu sich. Vollgetreideprodukte wie Brot, Vollkornreis, -nudeln oder -flocken, Obst, Gemse, und Hlsenfrchte, also pflanzliche Nahrungsmittel, sind die Hauptlieferanten von Ballaststoffen.

Chemisch gehren Ballaststoffe zu den Kohlenhydraten. In reiner Form sind sie fast kalorienfrei. Denn die menschlichen Verdauungssfte greifen sie nicht an. Whrend der Verdauung verzgern Ballaststoffe die Aufnahme anderer Nhrstoffe ins Blut, etwa von Zucker. Das wiederum wirkt sich gnstig auf den Blutzuckerspiegel und die Sttigung aus. Erst im unteren Darm werden sie von der dort ansssigen Bakterienflora verstoffwechselt und tragen so auch zur Darmgesundheit bei.

"Die meisten Menschen mit Diabetes und solche mit einem erhhten Risiko mssten ihren Ballaststoffkonsum fast verdoppeln, um die aktuellen Empfehlungen zu erreichen", so Dr. Tombek. Vor allem zu Beginn der Umstellung auf eine ballaststoffreichere Ernhrung kann es vorbergehend zu Unvertrglichkeiten kommen. "Wichtig ist daher, die Ernhrung schrittweise zu verndern", rt Dr. Tombek. Eine professionelle Ernhrungsberatung sei in jedem Fall empfehlenswert.

Eine zustzliche Sttigungswirkung und ein Kalorienspareffekt knnen auch mit zugesetzten Ballaststoffen erreicht werden, wie etwa durch Zugabe von Kleie zu Brot oder von lslichen Ballaststoffen zu Milch oder anderen Getrnken. "Fr ltere Menschen mit Kau- und Schluckproblemen oder solche, die wenig Bewegungsmglichkeit haben, kann ein solches Zusatzprparat auch sinnvoll sein, um die Darmttigkeit anzuregen", so Tombek. Wie Ballaststoffe helfen, das Gewicht zu reduzieren oder zu halten und wie die Umstellung auf eine ballaststoffreiche Kost gelingt, erklrt die diabetesDE-Chat-Expertin Dr. Tombek am 10. Oktober 2013 zwischen 17.00 und 19.00 Uhr.

zuletzt bearbeitet: 08.10.2013 nach oben

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