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Das Immunsystem als Sinnesorgan

Exzellenzcluster "ImmunoSensation" erforscht Diabetes und weitere Volkskrankheiten

Ein Jahr nach dem Start der Frderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ist die Bilanz des Exzellenzclusters "ImmunoSensation" an der Universitt Bonn auerordentlich positiv: Es verfolgt in der Erforschung des Immunsystems neue Anstze. Die Wissenschaftler arbeiten an neuen Ansatzpunkten fr die Therapien von Volkskrankheiten - von der Atherosklerose ber Diabetes bis zur Neurodegeneration und Krebserkrankungen. Beim Cluster Science Day am Dienstag, 22. Oktober, im Forschungszentrum caesar stellen junge Wissenschaftler des Exzellenzclusters ihre Ergebnisse vor. Medienvertreter sind herzlich eingeladen, zwischen 10.30 und 11 Uhr mit den Wissenschaftlern zu sprechen.

Das Immunsystem bekmpft Krankheitserreger, die in den Organismus eindringen. Es kann aber auch selbst Krankheiten auslsen - wie zum Beispiel Entzndungen, Tumore und Diabetes. "Jenseits der klassischen Immunologie begreifen wir das Immunsystem als ein Sinnesorgan, das nicht nur auf Immunzellen begrenzt ist, sondern etwa auch mit dem Nervensystem und dem Stoffwechsel vielfltig verknpft ist", sagt der Sprecher des Exzellenzclusters, Prof. Dr. Gunther Hartmann vom Institut fr Klinische Chemie und Klinische Pharmakologie der Universitt Bonn. Damit entwickelt sich das Verstndnis vom angeborenen Immunsystem weit ber die Grenzen der klassischen Immunologie hinaus.

Bndelung der Expertise ber die Immunologie hinaus

Deshalb bndelt das Exzellenzcluster ImmunoSensation die Expertise der Immunologie, Neurobiologie, der molekularen Sensorik und der Mathematik. Das Cluster wird von der Exzellenzinitiative in einer ersten Laufzeit von fnf Jahren mit insgesamt 28 Millionen Euro gefrdert. Es handelt sich dabei um ein gemeinschaftliches Projekt der Medizinischen Fakultt und der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultt der Universitt Bonn, dem mit der Max-Planck-Gesellschaft assoziierten Institut caesar und dem Deutschen Zentrum fr Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE). "Das Exzellenzcluster leistet einen nachhaltigen Beitrag zum Verstndnis immunosensorischer Prozesse und zur Identifizierung neuer therapeutischer Anstze", sagt der stellvertretende Sprecher, Prof. Dr. Waldemar Kolanus vom Institut fr Molekulare Biomedizin (LIMES) der Universitt Bonn.

Zahlreiche Partner arbeiten weltweit zusammen

Das neue Exzellenzcluster ImmunoSensation hat Strahlkraft weit ber die Bonner Region hinaus. Weltweit sind mehr als 2000 Wissenschaftler beteiligt. Zu den internationalen Partnern zhlen unter anderem Wissenschaftler der Hebrew University in Jerusalem (Israel), der Harvard Medical School (USA), der Waseda University Tokyo (Japan) und der Monash University Clayton (Australien).

International sichtbare Forschungs- und Ausbildungseinrichtung

Mit Exzellenzclustern sollen im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Lnder an deutschen Universitten international sichtbare und konkurrenzfhige Forschungs- und Ausbildungseinrichtungen etabliert und dabei die gebotene Vernetzung und Kooperation ermglicht werden. Dazu zhlt auch, fr den wissenschaftlichen Nachwuchs exzellente Frder- und Karrierebedingungen zu schaffen. Der Cluster Science Day am 22. Oktober 2013 im Forschungszentrum caesar soll junge Wissenschaftler zusammen bringen und ihre Vernetzung frdern. 22 Studenten erhalten die Gelegenheit, am Cluster Science Day einen Vortrag zu halten. Fr die besten Vortrge werden Preise vergeben. Medienvertreter sind herzlich eingeladen, von 10.30 bis 11 Uhr mit den Wissenschaftlern zu sprechen.

Weitere Informationen zum Exzellenzcluster ImmunoSensation im Internet.

zuletzt bearbeitet: 17.10.2013 nach oben

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