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Weniger Softdrinks, Fleischprodukte und Weißbrot reduzieren Diabetes-Risiko

Ernährungsmuster beeinflussen Entstehung von Typ-2-Diabetes

Vollkornbrot Eine Ernhrung, die nur wenig zuckerhaltige Erfrischungsgetrnke, Fleischprodukte und Weibrot enthlt, ist mit einem verminderten Typ-2-Diabetes-Risiko verbunden. Dies ist das Ergebnis einer groen Langzeit-Beobachtungsstudie, welche die Ernhrungsgewohnheiten von Menschen aus sieben europischen Lndern untersuchte. In die Studie flossen die Daten von 21.616 Frauen und Mnnern ein, von denen 9.682 whrend der Beobachtungszeit an Typ-2-Diabetes erkrankten. Das Forscherteam um Janine Krger und Matthias Schulze vom Deutschen Institut fr Ernhrungsforschung (DIfE) publizierte seine Ergebnisse nun in der Fachzeitschrift Diabetologia Krger, J. et al., 2013; DOI: 10.1007/s00125-013-3092-9).

In ihrer Studie untersuchten die Forscher insgesamt fnf spezifische Ernhrungsmuster im Hinblick auf das Diabetesrisiko. Dabei beobachteten sie, dass insbesondere solche Ernhrungsweisen, die wesentlich durch einen geringen Verzehr von zuckerhaltigen Erfrischungsgetrnken, Fleischprodukten und Weibrot charakterisiert sind, mit einem verminderten Diabetesrisiko in Zusammenhang standen.

Nur wenige Studien haben bislang die Zusammenhnge zwischen diesen Ernhrungsmustern[1] und dem Auftreten einer Typ-2-Diabetes-Erkrankung untersucht. Um mehr ber sie in europischen Bevlkerungsgruppen zu erfahren, berprften die Forscher das Ernhrungsverhalten von Studienteilnehmern aus Frankreich, Spanien, Grobritannien, den Niederlanden, Schweden, Dnemark und Deutschland, die an der European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition (EPIC)-InterAct-Studie[2] teilnahmen. Das Besondere an der Studie ist, dass sie prospektiv (vorrausschauend) konzipiert ist. Bei der Auswertung einer solchen Studie ist es wichtig, dass die Teilnehmer zu Beginn der Studie noch nicht an der zu untersuchenden Krankheit leiden. Die Risikofaktoren fr eine bestimmte Erkrankung lassen sich so vor ihrem Entstehen erfassen, wodurch eine Verflschung der Daten durch die Erkrankung weitestgehend verhindert werden kann - ein entscheidender Vorteil gegenber retrospektiven Studien.

Die Rekrutierung der Studienteilnehmer erfolgte europaweit von 1991 bis 2000. Die Wissenschaftler befragten die Teilnehmer mit Hilfe von Fragebgen, wie oft sie bestimmte Lebensmittel in den vergangenen 12 Monaten verzehrt hatten. In der sich an die Befragung anschlieenden, durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit von 12 Jahren erkrankten 12.403 Teilnehmer an Typ-2-Diabetes, wobei 2.721 von der Datenauswertung ausgeschlossen wurden, da bei ihnen die Angaben zu den Ernhrungsgewohnheiten oder zum Lebensstil nicht vollstndig waren.

"Wie unsere Datenanalyse zeigt, haben Menschen, die viel verarbeitetes Fleisch, zuckerhaltige Erfrischungsgetrnke sowie Weibrot konsumieren, ein hheres Diabetes-Risiko als Menschen, die weniger von diesen Lebensmitteln essen bzw. trinken. Dabei lsst sich nur ein Teil dieses Zusammenhangs durch das Krpergewicht erklren", sagt Janine Krger, Erstautorin der Studie. "Unsere Ergebnisse decken sich zudem mit anderen Daten aus Beobachtungsstudien sowie mit Resultaten klinischer Studien. In diesen beeinflusst z. B. eine hohe Aufnahme von Getreideballaststoffen die Insulinempfindlichkeit der Krperzellen gnstig. In Deutschland wie auch in anderen Lndern ist deutlich zu beobachten, dass Menschen, die regelmig Vollkornbrot anstelle von Weibrot verzehren, seltener oder spter an Diabetes erkranken, erklrt Matthias Schulze, Leiter der Abteilung Molekulare Epidemiologie am DIfE.

Quellen

  1. Ernhrungsmuster: Es ist sinnvoll, bei den Risikoanalysen die Ernhrung im gesamten Zusammenhang zu betrachten und nicht einzeln, da man sich nicht nur von einzelnen Lebensmitteln ernhrt, sondern meist ein bestimmtes Muster von Lebensmitteln whlt.

  2. Die EPIC-InterAct-Studie ist ein Teilprojekt der EPIC-Studie, die Zusammenhnge zwischen Ernhrung, Krebs und anderen chronischen Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes untersucht. An der EPIC-Studie sind 23 administrative Zentren in zehn europischen Lndern mit insgesamt 519.000 Studienteilnehmern im Erwachsenenalter beteiligt. Die Potsdamer EPIC-Studie ist mit mehr als 27.000 Teilnehmern ein Teil der EPIC-Studie.

Bildunterschrift: Menschen, die regelmig Vollkornbrot verzehren, erkranken seltener oder spter an Typ-2-Diabetes.
Bildquelle: Deutsches Institut fr Ernhrungsforschung Potsdam-Rehbrcke (DIfE)

zuletzt bearbeitet: 06.11.2013 nach oben

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