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Verbessert Vitamin D die Stoffwechseleinstellung bei Diabetes?

Das Vitamin unterstützt körpereigene Insulinproduktion und -empfindlichkeit

Vitamin D ist im menschlichen Krper unter anderem fr den Knochenstoffwechsel verantwortlich. Durch Sonnenbestrahlung kann der Krper das Sekosteroidhormon teilweise selbst herstellen, etwa zwanzig Prozent muss er ber die Nahrung aufnehmen. Zunehmend wird Vitamin D auch mit vielfltigen Wirkungen auf das Zellwachstum und die Zelldifferenzierung in anderen Geweben in Verbindung gebracht. Neue Studien geben Hinweise darauf, dass eine Therapie mit Vitamin D die Insulinsensitivitt und -sekretion verbessern und die Blutzuckerstoffwechsellage stabilisieren kann. ber dieses Thema diskutieren Experten auf der Pressekonferenz der 7. Diabetes Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) vom 15. bis 16. November 2013 im ICC Berlin.

Die Entdeckung von Vitamin D war mit der Suche nach einem Heilmittel fr die "Rachitis" verbunden - einer Stoffwechselerkrankung bei Kindern, die das Knochenwachstum verzgert. Im Jahre 1919, als diese Erkrankung in fast allen europischen industrialisierten Stdten die hufigste Ursache fr Skelettverformungen und Wachstumsverzgerungen war, fhrte die Bestrahlung von Patienten mit knstlichem UV-Licht und Vitamin-D-reichen Nahrungsmitteln zum Rckgang der Rachitis. Neben der Wirkung auf die Knochen wurde Vitamin D inzwischen auch andere Effekte nachgewiesen. Im Hinblick auf das Immunsystem haben inzwischen Studien bei mehreren Autoimmunerkrankungen, wie Lupus erythematodes, Multiple Sklerose, Morbus Crohn, rheumatoide Arthritis und Autoimmunthyreoiditis, den Nutzen einer Vitamin-D-Supplementation belegt.

Vitamin D stabilisiert auch den Blutzuckerstoffwechsel bei Menschen mit Diabetes: Im Muskel, in der Leber und an den Betazellen des Pankreas, den insulinproduzierenden Zellen, konnten Forscher die Wirkung nachweisen. "Im Hinblick auf die Insulinwirkung auf die peripheren Gewebe verbesserte sich die Insulinsensitivitt um 60 Prozent, wenn der Vitamin-D-Spiegel von einem schweren Mangel von unter zehn ng/ml auf ber 30 ng/ml anstieg", erklrt Professor Dr. Klaus Badenhoop, Sprecher der DDG Arbeitsgemeinschaft Molekularbiologie und Genetik des Diabetes vom Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universitt Frankfurt, Medizinische Klinik 1, Schwerpunkt Endokrinologie, Diabetes und Stoffwechsel in Frankfurt am Main. Darber hinaus werden, wenn Vitamin D im Krper ausreichend vorhanden ist, die insulinproduzierenden Zellen dazu angeregt, mehr des lebensnotwendigen Hormons zu produzieren.

"Insgesamt kann der Diabetesstoffwechsel durch Vitamin D stabilisiert werden. Ein Mangel sollte deshalb in jedem Fall vermieden werden, in manchen Fllen kann eine gezielte Vitamin D-Therapie durchaus sinnvoll sein", so Professor Badenhoop. Bei Kindern mit neu diagnostiziertem Diabetes mellitus Typ I konnte die Funktion der Betazellen durch die Zugabe des Vitamins mageblich verbessert werden. Im Rahmen der Pressekonferenz der 7. Diabetes Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) am 15. November 2013 im ICC Berlin stellt Professor Badenhoop neue Erkenntnisse zum Einfluss von Vitamin D auf den Diabetesstoffwechsel vor.

zuletzt bearbeitet: 06.11.2013 nach oben

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