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Gesundheitsminister darf aktive Rolle der Apotheker erwarten

Apothekerinnen und Apotheker werden sich in sie betreffende Diskussionen einbringen

ABDA-Präsident Friedemann Schmid Deutschlands Apothekerinnen und Apotheker gratulieren Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (CDU) zur Wiederwahl und dem neuen Bundesgesundheitsminister Hermann Grhe (CDU) zur Ernennung und Vereidigung ? und wnschen beiden Politikern viel Glck und Erfolg bei der Bewltigung der kommenden Herausforderungen. "Im Koalitionsvertrag sind ein breites Themenspektrum und wichtige Ziele definiert, die das Bundesgesundheitsministerium nun anpacken und umsetzen soll", sagt Friedemann Schmidt, Prsident der ABDA ? Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbnde. "Die Apotheker werden sich aktiv in alle Diskussionen einbringen, die pharmazeutische Kompetenz erfordern und die Arzneimittelversorgung verbessern knnen. Das Wissen der Apothekerinnen und Apotheker und die Erfahrungen aus den Apotheken werden wertvolle Impulse fr ein zukunftsfestes Gesundheitswesen zum Nutzen der Patienten liefern."

Schmidt zufolge bietet der Koalitionsvertrag wichtige Ansatzpunkte fr die Arbeit des neuen Bundesgesundheitsministers. Dass eine hochwertige, sichere und wohnortnahe Arzneimittelversorgung auch knftig durch Freiberufler in inhabergefhrten Apotheken gewhrleistet werden soll, sei ein wichtiges Bekenntnis der Koalitionre.

Zu den Herausforderungen der Gesundheitspolitik, so der ABDA-Prsident, gehre es unter anderem, die Zusammenarbeit zwischen den Heilberufen zu frdern und sektorale Grenzen zu berwinden. Dazu zhle auch die im Koalitionsvertrag angesprochene bessere Verzahnung der rztlichen und apothekerlichen Nacht- und Notdienste.

Chancen sieht Schmidt in den Plnen fr die Prvention, fr ein patientenfreundlicheres Entlassungsmanagement vom stationren in den ambulanten Bereich sowie bei der strukturierten Versorgung von chronisch kranken Patienten. "Diese Leistungen mssen dann aber auch angemessen honoriert werden", so Schmidt weiter.

Mit fast 60.000 Berufsttigen gehren die Apotheker zu den grten Gruppen von Frei- und Heilberuflern in Deutschland. In den 21.000 Apotheken sind 150.000 Menschen beschftigt. Darunter sind knapp 50.000 Apotheker, fast 60.000 Pharmazeutisch-Technische Assistenten (PTA) und 30.000 Pharmazeutisch-Kaufmnnische Angestellte (PKA).

Fr alle Apotheken, ihre Beschftigten und deren Leistungen gibt die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) etwa 4,2 Mrd. Euro pro Jahr aus; das sind rund 2,3 Prozent der GKV-Gesamtausgaben. Deutschlands Apothekendichte liegt mit 3.900 Einwohnern pro Apotheke unter dem EU-Durchschnitt, wo jede Apotheke etwa 3.200 Menschen versorgt (Stand: Ende 2012).

Bildunterschrift: Friedemann Schmidt
Bildquelle: ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbnde

zuletzt bearbeitet: 17.12.2013 nach oben

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