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Preis für Wissenschaftler des Deutschen Diabetes-Zentrums

Gidon Bönhof erhält Karl-Oberdisse-Preis 2017

Gidon Bönhof Bisherige Studien deuten darauf hin, dass sowohl Nervendegeneration als auch -regeneration eine Rolle bei der Entstehung von schmerzhaften und schmerzlosen diabetischen Nervenschdigungen spielen. Die Ergebnisse der Studie weisen darauf hin, dass in der schmerzhaften Form bei Typ-2-Diabetes-Erkrankten eine hhere regenerative Kapazitt der Nervenfasern in der dermalen Schicht der Haut vorliegt. Daraus folgert der Wissenschaftler, dass trotz eines fortschreitenden Nervenfaserverlusts in der oberflchlichen Schicht der Haut (Epidermis) die dermale Nervenregeneration erhalten bleibt. Diese kann jedoch nicht den epidermalen Faserverlust hinreichend kompensieren.

"Die Forschungsarbeit von Herrn Bnhof zeigt, wie wichtig Vorsorge und eine frhzeitige Entdeckung von Nervenstrungen fr Betroffene ist", erklrte Prof. Dr. Michael Roden, Wissenschaftlicher Direktor und Vorstand des DDZ. "Wir danken der Nordrhein-Westflischen Gesellschaft fr Endokrinologie und Diabetologie fr die Anerkennung dieser Arbeit und die Frderung unseres Nachwuchses."

Gidon Bnhof studierte von 2008 bis 2014 Humanmedizin an der Heinrich-Heine-Universitt Dsseldorf. Seit 2015 arbeitet er unter der Leitung von Prof. Dr. Dan Ziegler, Stellvertretender Direktor des Instituts fr Klinische Diabetologie, als Studienarzt am Deutschen Diabetes-Zentrum. Er ist Teil der Arbeitsgruppe "Neuropathie", die sich mit den verschiedenen Manifestationen der diabetischen Neuropathien beschftigt, die wesentlich die Lebensqualitt und Prognose der Patienten mit Diabetes beeintrchtigen. Eine mglichst frhzeitige Erkennung der vielfltigen Nervenstrungen und deren Risikofaktoren mit der Konsequenz einer gezielten Therapie bzw. Prvention sind daher wichtige Forschungsziele.

Die Nordrhein-Westflische Gesellschaft fr Endokrinologie und Diabetologie verleiht den Karl-Oberdisse-Preis jhrlich fr die beste klinisch-experimentelle Arbeit auf dem Gebiet der Endokrinologie und Diabetologie. Bewerben knnen sich rztinnen/rzte oder Wissenschaftlerinnen/Wissenschaftler, die ihre Arbeit in wesentlichen Teilen in Nordrhein-Westfalen durchgefhrt haben. Die Auszeichnung ist mit 5.000 Euro dotiert. Prof. Dr. Karl Oberdisse (1903-2002), der Namensgeber des Preises, hat die deutsche Endokrinologie und Diabetologie mageblich beeinflusst. Er war Lehrstuhlinhaber fr Innere Medizin an der Heinrich-Heine-Universitt Dsseldorf und grndete 1965 das Diabetes-Forschungsinstitut (DFI) an der Universitt Dsseldorf. Diese Einrichtung, die er von 1964 bis 1973 leitete, firmiert seit 2004 als Deutsches Diabetes-Zentrum (DDZ).

Bildunterschrift: Ausgezeichnet mit dem Karl-Oberdisse-Preis 2017: Gidon Bnhof, Studienarzt am Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ).
Bildquelle: Deutsches Diabetes-Zentrum (DZD)

zuletzt bearbeitet: 11.02.2017 nach oben

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