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Allergie, Bluthochdruck, Diabetes, koronare Herzkrankheit und Schlaganfall

Pressemitteilung: Robert Koch-Institut (RKI)

Neue RKI-Daten im Journal of Health Monitoring

Etwa ein Drittel der Erwachsenen hatte in den vergangenen zwlf Monaten eine allergische Erkrankung. Frauen der unteren Bildungsgruppe litten in diesem Zeitraum deutlich hufiger an einer koronaren Herzkrankheit als Frauen der oberen Bildungsgruppe (7,3 % bzw. 1,2 %). Einen Schlaganfall oder chronische Beschwerden infolge eines Schlaganfalls hatten in den letzten 12 Monaten 1,6 % der Erwachsenen in Deutschland. Von einer Diabetes-mellitus-Erkrankung berichteten insgesamt 7,7 % der Frauen und Mnner.

Bluthochdruck, Diabetes, Allergien, koronare Herzkrankheit und Schlaganfall - zu diesen Erkrankungen hat das Robert Koch-Institut (RKI) neue Daten aus einer umfassenden Studie mit ber 20.000 Teilnehmenden verffentlicht. "Diese Erkrankungen sind von besonderer Public-Health-Relevanz", betont Lothar H. Wieler, Prsident des Robert Koch-Instituts.

Die Daten wurden 2014/2015 in der Studie Gesundheit in Deutschland aktuell (GEDA) erhoben, einer Studie, die das RKI regelmig durchfhrt. Die GEDA-Ergebnisse sind in der Ausgabe 1/2017 des Journal of Health Monitoring verffentlicht und werden in Form kompakter Fact sheets dargestellt. Weitere Ergebnisse der Studie erscheinen in den kommenden drei Ausgaben des Journals.

Die GEDA-Studie ist Teil des Gesundheitsmonitorings, mit dem das RKI kontinuierlich Daten zur Gesundheit der Bevlkerung erhebt und analysiert. Die GEDA-Teilnehmenden ab einem Alter von 18 Jahren fllten die Fragebgen online oder in ausgedruckter Form aus. GEDA ergnzt den aufwndigeren Untersuchungssurvey DEGS (Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland).

Neben den Fact sheets zu fnf chronischen Krankheiten enthlt die neue Ausgabe einen "Focus-Artikel" zum Thema Gesundheitsmonitoring in Europa. Seit 2013 erheben alle EU-Mitgliedstaaten im Rahmen der "Europischen Gesundheitsumfrage" verpflichtend Daten zum Gesundheitszustand, zur gesundheitlichen Versorgung, den Einflussfaktoren (Gesundheitsdeterminanten) und zur soziokonomischen Lage. In die aktuelle GEDA-Studie wurde der europische Fragebogen erstmals vollstndig integriert. Das RKI bildet somit die Schnittstelle zum europischen Gesundheitsmonitoring. "Nationale und europische Monitoring-Daten sind die Grundlage fr evidenzbasierte gesundheits- und forschungspolitische Entscheidungen", unterstreicht Lothar H. Wieler.

In der neuen Rubrik "Concepts & Methods" enthlt das Journal einen bersichtsartikel zur Methodik der GEDA-Studie und einen Beitrag zu Hintergrund, Konzept und Ausblick der im Aufbau befindlichen Diabetes-Surveillance am RKI. Die neue Ausgabe enthlt auerdem einen weiteren Focus-Artikel "Gesundheit und gesundheitliche Versorgung von Asylsuchenden und Flchtlingen in Deutschland".

Das Journal of Health Monitoring ist eine Online-Zeitschrift, sie wird vom Robert Koch-Institut herausgegeben. Das Journal enthlt wissenschaftliche Informationen zur Gesundheit der Bevlkerung in Deutschland, insbesondere Auswertungen aus dem RKI-Gesundheitsmonitoring. Es erscheint vierteljhrlich in deutscher und englischer Sprache und ist kostenlos erhltlich unter www.rki.de/journalhealthmonitoring.

zuletzt bearbeitet: 15.03.2017 nach oben

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