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Wie die Ernährung krankhaftes Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen beeinflusst

Individuelles Risiko für Fettleibigkeit, Diabetes und Bluthochdruck frühzeitig bestimmen

Fettleibigkeit, Diabetes und Bluthochdruck sind hufige Erkrankungen in Deutschland und Europa. "Die Wahrscheinlichkeit diese Erkrankungen zu entwickeln, wird direkt durch die Ernhrung beeinflusst. Das Risiko eines Individuums kann derzeit allerdings nur unzureichend erfasst und bewertet werden", erklrt Prof. Dr. Nils Helge Schebb. Genau mit dieser Risikobestimmung beschftigt sich der Lebensmittelchemiker von der Bergischen Universitt Wuppertal nun gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen von fnf europischen Universitten.

Das auf drei Jahre angelegte Forschungsprojekt wird im Rahmen der "Joint Programming Initiative" von der Europischen Union mit 700.000 Euro gefrdert, 300.000 Euro davon gehen nach Wuppertal. Ziel ist es neue, verlssliche und frhe biologische Merkmale, sogenannte Biomarker, fr das kardio-metabolische Syndrom zu ermitteln. "Basierend auf diesen Biomarkern kann so ein Risiko identifiziert werden, bevor eine offenkundige Erkrankung mit irreversiblen Organschdigungen auftritt", sagt Schebb.

Die Forscher fokussieren sich hierbei auf die Konzentration von Oxylipinen im Blut. Oxylipine sind oxidative Metabolite von ungesttigten Fettsuren, die als Botenstoffe eine Vielzahl von physiologischen Prozessen im Krper regulieren. Treten Erkrankungen, wie z. B. Bluthochdruck auf, zeigt sich dies auch auf der Ebene der Botenstoffe und es werden vermehrt Blutdruck erhhende Oxylipine gefunden. "Gleichzeitig konnten wir und andere Gruppen in den letzten Jahren zeigen, dass sich das Oxylipinmuster direkt durch die Ernhrung, beispielsweise durch die in Fisch enthaltenen Omega-3-Fettsuren beeinflussen lsst. Da also das Oxylipinmuster erstens den kardio-metabolischen Zustand widerspiegelt und zweitens von der Ernhrung abhngt, stellen Oxylipine ideale Biomarker fr das metabolische Syndrom und dessen Beeinflussung durch die Ernhrung dar", so Nils Helge Schebb.

In dem Projekt wird zunchst eine optimierte Methode zur Bestimmung von Oxylipinen in biologischen Proben entwickelt. Im Folgenden wird diese fr die Analyse von Blutproben zweier unabhngiger Kohortenstudien angewendet. Oxylipinmuster, welche absehbar fr die Entwicklung des metabolischen Syndroms sind und/oder als Biomarker fr die Charakterisierung des Krankheitsstadiums verwendet werden knnen, werden identifiziert und validiert. Letztlich wird mittels der Proben aus zwei Ernhrungsinterventionsstudien der Einfluss der Ernhrung auf das kardio-metabolische Risiko und im Hinblick auf die neu etablierten Biomarker untersucht.

Fr dieses interdisziplinre Projekt arbeitet Prof. Schebb mit Kolleginnen und Kollegen vom "INRA - French National Institute for Agricultural Research", von der Universitt Kopenhagen (Dnemark), der University of California, Davis (USA), vom "Inserm - French National Institute of Health and Medical Research" und von der Universitt Breslau (Polen) zusammen.

zuletzt bearbeitet: 02.06.2017 nach oben

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