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Neue Studien belegen

Risiko für Typ-2-Diabetes schon bei Adipositas Grad eins deutlich erhöht

Dr. Dietrich Garlichs Ein hoher Body-Mass-Index (BMI) ist noch gefhrlicher als bisher angenommen: Das Risiko, an Herzkreislauf-Leiden zu erkranken, steigt mit zunehmendem Gewicht. Bei bergewichtigen Menschen ist es im Vergleich zu Menschen mit einem normalen BMI doppelt so hoch, bei schwer bergewichtigen Menschen sogar mehr als zehnfach hher als bei Normalgewichtigen. Zu diesem Ergebnis kommt eine gro angelegte Studie aus Europa und den USA, die jetzt aktuell im Fachmagazin Lancet Public Health verffentlicht worden ist.

"Die Untersuchung zeigt, wie wichtig weltweit die Bekmpfung von bergewicht ist und unterstreicht umso mehr die Forderungen nach einer wirkungsvollen bevlkerungsweiten Prvention", betont Dr. Dietrich Garlichs, Sprecher der Deutschen Allianz Nichtbertragbare Krankheiten (DANK). "Unser Gesundheitswesen allein konnte der Herausforderung Adipositas bisher nicht erfolgreich begegnen", ergnzt Professor Dr. med. Manfred James Mller, Vorstandssprecher des Kompetenznetzes Adipositas und Vertreter der Deutschen Adipositas-Gesellschaft.

In der Studie des Departments of Epidemiology and Public Health am University College London haben Wissenschaftler ber einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren die Daten von 120.813 Mnnern und Frauen ausgewertet. Im Verlauf der Untersuchung wurde deutlich, dass schon bei einer Adipositas Grad eins das Risiko fr das Auftreten eines Typ-2-Diabetes, einer koronaren Herzerkrankung sowie eines Schlaganfalls deutlich steigt. Bei bergewichtigen Personen war es doppelt so hoch, bei Patienten mit einer Adipositas Grad eins bereits fnfmal hher und bei Auftreten einer schweren Adipositas des zweiten und dritten Grades sogar um das 15-fache gestiegen. Von "bergewicht" sprechen die rzte bei einem BMI zwischen 25 und unter 30 kg/m2. Ist der Wert ber 30 sprechen sie von einer "Adipositas". Diese wird noch einmal in verschiedene Schweregrade eingeteilt: Bei einem BMI zwischen 30 und 35 liegt eine Adipositas Grad eins vor, zwischen BMI 35 und 40 handelt es sich um eine schwere Adipositas zweiten Grades. Ist der BMI ber 40, liegt eine besonders schwere Adipositas dritten Grades vor.

"Die Ergebnisse der Studie betonen die medizinische Notwendigkeit, Patienten mit bergewicht und Geferkrankungen frhzeitig auf Diabetes zu untersuchen und die Aufmerksamkeit ebenso auf die Prvention von Geferkrankungen bei bergewichtigen Personen mit Diabetes zu lenken", sagt Mller.

Weltweit hat sich seit 1980 die Rate der Adipositas in mehr als 70 Lndern verdoppelt. So waren laut einer Studie, die aktuell im New England Journal of Medicine vorgestellt wurde, im Jahr 2015 insgesamt 107.7 Millionen Kinder und 603.7 Millionen Erwachsene adips. Global sind etwa vier Millionen Todesflle auf die Ursache bergewicht zurckzufhren - rund 70 Prozent der Todesflle, die mit einem hohen Body-Mass-Index zusammenhingen, gingen auf das Konto von Herzkreislauf-Erkrankungen. "Diese dramatische Entwicklung zeigt die Dringlichkeit, mit Hilfe einer bevlkerungsweiten, prventiven Gesundheitsfrderung und Regulierung, Lebensstile positiv zu beeinflussen und die Zunahme dieser Erkrankungen zu stoppen", so Mller.

Die Deutsche Allianz Nichtbertragbare Krankheiten (DANK) empfiehlt vor diesem Hintergrund in Anlehnung an Empfehlungen der Vereinten Nationen und der WHO vier wesentliche Manahmen fr eine wirkungsvolle Prvention von bergewicht und Adipositas in Deutschland:

zuletzt bearbeitet: 05.07.2017 nach oben

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