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Gesunder Lebensstil halbiert das Risiko für eine Herzerkrankung

Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Rauchen und erhöhte Cholesterinwerte wichtigste Risikofaktoren

Wer sich gesund ernhrt, krperlich aktiv ist und bergewicht vermeidet, Stress reguliert und nicht raucht, halbiert das Risiko fr eine Herz-Kreislauf-Erkrankung. Das haben aktuelle Studien bewiesen. Welchen Einfluss der persnliche Lebensstil hat und was jeder Einzelne fr die Herzgesundheit tun kann, steht im Mittelpunkt des Weltherztages am 29. September 2017. Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehren zu den hufigsten Todesursachen in Deutschland: Rund 40 Prozent aller Sterbeflle gehen laut Statistischem Bundesamt auf eine Erkrankung des Herz-Kreislaufsystems zurck. An einem Herzinfarkt verstarben im Jahr 2015 50.948 Menschen. Betroffen sind immer fter Menschen mittleren Alters. Daher stellt die Sddeutsche Krankenversicherung a.G. (SDK) ihren Vollversicherten mit Risikofaktoren in einem neu entwickelten Beratungsprogramm einen individuellen Case-Manager zur Seite, der bei der Umstellung des Lebensstils untersttzt.

Laut der Deutschen Herzstiftung leiden rund sechs Millionen Menschen an der koronaren Herzerkrankung, der Arteriosklerose. Diese Form der Arterienverkalkung wird durch Ablagerungen in den Herzkranzgefen verursacht, die zu einer Einengung der Herzkranzgefe fhren. Der Herzmuskel wird dann nicht mehr ausreichend mit Blut beziehungsweise Sauerstoff versorgt. Die Erkrankung beginnt meist schleichend und wird erst mit zunehmenden Beschwerden wie Atemnot, Engegefhl in der Brust und krperlicher Leistungseinschrnkung bemerkt. Hufig zieht eine koronare Herzerkrankung lebensbedrohliche Folgeerkrankungen wie Herzschwche, Herzrhythmusstrungen oder einen Herzinfarkt nach sich.

Als wichtigste Ursache fr die Verengung der Gefe gelten Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Rauchen, Stress und bergewicht sowie Strungen des Fettstoffwechsels - insbesondere erhhte Cholesterinwerte. Ein gesundheitsbewusster Lebensstil kann das Risiko fr eine Herzerkrankung um die Hlfte reduzieren, ist das Ergebnis einer Studie mit 55.685 Teilnehmern, die aktuell in der DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift (Georg Thieme Verlag. Stuttgart) erschienen ist. Die Autoren empfehlen eine ballaststoffreiche Ernhrung mit frischem Obst und Gemse, Vollkornprodukten sowie ungesttigten Fettsuren und raten zu einem geringen Konsum von Weimehlprodukten, Wurstwaren und rotem Fleisch, gezuckerten Getrnken und Kochsalz. Wer sein kardiovaskulres Risiko reduzieren will, sollte durch regelmige krperliche Aktivitt ein Normalgewicht und einen Body-Ma-Index unter 30 anstreben. Wichtig ist auerdem der Verzicht auf Nikotin.

Anlsslich des Weltherztages empfiehlt daher die SDK, einen gesunden Lebensstil zu pflegen und damit die Herzgesundheit positiv zu beeinflussen. Bei bereits bestehender kardiovaskulrer Erkrankung sollte jeder Patient aktiv werden und die genannten Risikofaktoren vermeiden. "Ein gut informierter Patient hat groen Einfluss auf seinen Krankheitsverlauf", erklrt SDK-Vorstandsmitglied Benno Schmeing. Daher stellt die SDK ihren Vollversicherten mit Risikofaktoren in einem neu entwickelten Beratungsprogramm einen individuellen Case-Manager zur Seite, der bei der Umstellung des Lebensstils untersttzt.

Auf den therapeutischen Effekt von Sport weisen auch die Autoren des Ratgebers "Bleiben Sie herzgesund - Herzlichst Dr. Mo" (TRIAS Verlag, Stuttgart. 2015) hin. Sinnvoll durchgefhrtes, regelmiges Training bewirke eine Risikoverminderung der Herzkreislauf-Sterblichkeit um 50 Prozent, unterstreicht der Internist Dr. med. Mohsen Radjai den positiven Effekt. Ausdauersport strke den Herzmuskel, erhhe die Pumpleistung, frdere die Durchblutung des Herzens und senke Blutdruck und Puls, heit es in dem Buch. Bewegung sei ein geeignetes Mittel, um Krperfett und Stress gleichermaen abzubauen. Geeignet seien insbesondere Ausdauersportarten wie Radfahren, Nordic-Walking, Joggen, Wandern oder Schwimmen.

Um eine koronare Herzerkrankung zu vermeiden, empfehlen die Autoren etwa 150 Minuten Bewegung bei mittlerer Intensitt pro Woche. Wichtig sei es, im aeroben Ausdauerbereich zu trainieren und die sportliche Aktivitt ohne Erschpfung durchzuhalten. Wer akut unter Bluthochdruck leidet, sollte die Trainingsplne zuvor mit dem Arzt besprechen. Schmerzen, Druck- und Engegefhl hinter dem Brustbein beim Sport mssen immer medizinisch abgeklrt werden.

Die SDK mit Sitz in Fellbach ist in Sddeutschland der Krankenversicherungsspezialist der Volksbanken Raiffeisenbanken. Hier zhlt die SDK mit 760 Millionen Euro Beitragseinnahmen zu den grten privaten Krankenversicherern. ber 650.000 Versicherte bauen beim Thema Gesundheitsvorsorge auf die SDK. Fr kompetente Beratung und Hilfe sorgen rund 800 Beschftigte im Innen- und Auendienst. Renommierte Wirtschaftsmagazine und fhrende Rating-Unternehmen zhlen die SDK zu den besten Unternehmen der Branche.

zuletzt bearbeitet: 27.09.2017 nach oben

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