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Frauen mit Diabetes

Schlaganfallrisiko um 50 Prozent erhöht

Illumination der Orangerie in Kasselim Rahmen der Blue Monument Challenge aus dem Jahr 2008
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In Deutschland leben knapp 7 Millionen Menschen mit Diabetes, die Hlfte davon sind Frauen. Hufig ist die Diagnose zu Beginn der Erkrankung unklar, da nicht eindeutig ist, welcher Diabetes-Typ vorliegt. Bis zu 95 Prozent der Betroffenen haben einen Typ-2-Diabetes. Eine im Deutschen rzteblatt verffentlichte Studie des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) zeigt, dass zwischen dem 40. und 80. Lebensjahr die Prvalenz des Typ-2-Diabetes bei Frauen wesentlich geringer steigt als bei Mnnern. Nach dem 80. Lebensjahr bewegt sich die Prvalenz bei beiden Geschlechtern wieder auf vergleichbarem Niveau.

In Kooperation mit Partnern der Friedrich-Alexander-Universitt Erlangen-Nrnberg hat das Deutsche Diabetes-Zentrum das Schlaganfallrisiko von Frauen mit Diabetes untersucht und dafr das populationsbasierte Register der Universitt Erlangen-Nrnberg verwendet. Von 100.000 Frauen mit Diabetes erleiden circa 300 einen Schlaganfall, bei Frauen ohne Diabetes sind es rund 200. Damit haben Frauen mit Diabetes ein 50-prozentig hheres Risiko einen Schlaganfall zu erleiden als Frauen ohne Diabetes. "Ein Schlaganfall bedeutet ein groes Risiko fr chronische Einschrnkung der Lebensqualitt fr die Patientinnen und hohe Kosten fr das Gesundheitssystem", erklrte Prof. Dr. Michael Roden, Vorstand am Deutschen Diabetes-Zentrum anlsslich des Weltdiabetestags am 14. November 2017. Es msse weiterhin daran gearbeitet werden, den Diabetes frhzeitig zu erkennen, um Diabetesfolgeerkrankungen wie einen Schlaganfall vermeiden zu knnen.

Das Institut fr Versorgungsforschung und Gesundheitskonomie am Deutschen Diabetes-Zentrum untersucht im Bereich der Versorgungsforschung die Schtzung von Risiken von relevanten Versorgungsoutcomes, vor allem der diabetischen Begleit- und Folgeerkrankungen (St. Vincent Ziele) und der Depressivitt als psychischer Komorbiditt. Im Bereich der Gesundheitskonomie liegt der Schwerpunkt auf der gesundheitskonomischen Evaluation von Kosten- und Kosten-Effektivitts-Analysen im Bereich der Diabetesprvention und Behandlung zur Reduktion von diabetischer Komorbiditt.

In der bundesweit an acht Standorten des Deutschen Zentrums fr Diabetesforschung (DZD) organisierten Deutschen Diabetes-Studie konnte gezeigt werden, dass bereits bei sieben Prozent der Betroffenen mit neu-diagnostiziertem Diabetes erste Hinweise auf Nervenfunktionsstrungen vorliegen. Bei Frauen wiesen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach, dass eine Abnahme der Nervenleitgeschwindigkeit durch andere Faktoren hervorgerufen wird als bei Mnnern. Diese sollen im Rahmen der Studie weiter erforscht und in der Folge neue Therapiekonzepte entwickelt werden.

Originalpublikationen

  • Tamayo, T., Brinks, R. et al. The Prevalence and Incidence of Diabetes in Germany: An Analysis of Statutory Health Insurance Data on 65 Million Individuals From the Years 2009 and 2010. Dtsch Arztebl International 113, 177-82 (2016).

  • Icks, A., Claessen H. et al. Incidence and relative risk of stroke in the diabetic and the non-diabetic population between 1998 and 2014: A community-based stroke register. PLOS ONE accepted, (2017).

  • Strom, A., Brggemann, J. et al. Pronounced reduction of cutaneous Langerhans cell density in recently diagnosed type 2 diabetes. Diabetes 63, 1148-1153 (2014).

Bildunterschrift: Illumination der Orangerie in Kassel im Rahmen der Blue Monument Challenge aus dem Jahr 2008.
Bildquelle: PixelHELPER FOUNDATION
Foto: Lichtknstler Oliver Bienkowski

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zuletzt bearbeitet: 15.11.2017 nach oben

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