Das unabhängige Diabetes-Portal DiabSite

Home > Aktuelles > Diabetes-Nachrichten > Archive > 2017 > 171218

Bei Diabetes ist naschen verboten

Diabetes ist eine Volkskrankheit, betroffen sind jedoch nicht nur Menschen, sondern auch Hunde und Katzen

Dimi - Webkater des Diabetes-Portals DiabSite
Zum Vergrern bitte auf das Bild klicken.
An den Weihnachtsfeiertagen wollen wir es uns alle richtig gut gehen lassen. Die ein oder andere se Snde darf dann ja wohl erlaubt sein. Mieze und Bello schlieen wir natrlich nicht aus. Mieze hat zwar jetzt schon ein paar Gramm zu viel auf den Rippen. Im neuen Jahr sollte sie wirklich etwas abnehmen. Bello aber wird trotz unstillbarem Heihunger immer dnner, er kann also gut noch einen Happen vertragen.

Zu dick, zu dnn? Da sollte jeder Tierhalter hellhrig werden. Hinter aufflligen Gewichtsvernderungen knnen auch ernsthafte Stoffwechselerkrankungen stecken. Das ist bei Hund und Katze nicht anders als beim Menschen. Der Diabetes ist solch eine Krankheit. Schtzungsweise sind rund sechs Millionen Menschen betroffen. Diabetes mellitus ist aber auch eine der hufigsten endokrinen (hormonell bedingten) Erkrankungen bei Hund und Katze. Etwa ein Prozent der Hunde und Katzen in Deutschland sind zuckerkrank - Tendenz steigend.

Es gibt verschiedene Diabetesformen, auch hier hneln sich Mensch und Tier. Ursache der Zuckerkrankheit ist eine Fehlfunktion der Bauchspeicheldrse, die den lebenswichtigen Transport von Glukose in die Krperzellen strt. Die Glukose reichert sich im Blut an und der Blutzuckerspiegel steigt.

Beim Hund entsteht die Erkrankung hnlich wie der Typ-1-Diabetes des Menschen vor allem durch die Zerstrung der fr die Insulinbildung verantwortlichen Zellen. Erkrankte Hunde leiden also unter einem absoluten Insulinmangel. Einige Hunderassen scheinen hierbei ein erhhtes Risiko fr Diabetes mellitus zu besitzen, wie z. B. Beagle, Chow Chow, Dackel, Pudel oder Retriever.

Bei der Katze berwiegt der dem humanen Typ-2 hnliche Diabetes. Die Bauchspeicheldrse produziert zwar Insulin, jedoch nicht in ausreichender Menge. Oder die Wirkung des Insulins ist aus verschiedenen Grnden beeintrchtigt. Betroffen sind vor allem mnnliche Tiere mittleren Alters sowie bergewichtige Katzen. Etwa 70-80 Prozent der diabetischen Katzen sind adips. Ein erhhtes Diabetes-Risiko scheinen Burma-Katzen zu haben.

Fr die Symptome, die auf eine Erkrankung hinweisen knnen, spielt die Diabetesform keine Rolle. Sowohl Hund als auch Katze trinken bermig viel und mssen entsprechend hufig Wasser lassen. Gleichzeitig "hungern" die Krperzellen nach Glukose und versuchen, den Mangel aus anderen Nhrstoffen zu decken. Deshalb frisst ein diabetisches Tier auch sehr viel mehr als ein gesundes.

Frhzeitig erkannt, lsst sich der Diabetes gut behandeln. Ohne Therapie kann es hingegen schnell zu schwerwiegenden Folgen und bei einer vlligen Stoffwechselentgleisung sogar zum Tod des Tieres kommen. Bei Verdacht auf Diabetes wird der Tierarzt zunchst den Blutzuckergehalt messen und die erforderliche Insulin-Dosis festlegen, die ein Patient tglich bentigt. Die Insulingabe und die regelmige berprfung des Glukosegehaltes im Urin oder Blut kann der Tierhalter nach entsprechender Einweisung zu Hause selber durchfhren. Dieses Heimmonitoring ersetzt aber nicht die viertel- oder halbjhrlichen Tierarztbesuche.

Zustzlich zur Injektion von Insulin ist eine angepasste Ernhrung sehr wichtig fr die erfolgreiche Behandlung von Diabetes. Deshalb sollten die Leckerlis vom Weihnachtsteller fr Hund und Katze in jedem Fall tabu bleiben.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Bildunterschrift: Dimi - Webkater des Diabetes-Portals DiabSite
Bildquelle: Diabetes-Portal DiabSite

zuletzt bearbeitet: 18.12.2017 nach oben

Unterstützer der DiabSite:

Professor Dr. Peter Bottermann

Prof. Peter Bottermann

Weitere Angebote:

Spendenaufruf Ukraine

Hilfeaufruf Ukraine

Diabetes-Portal DiabSite startet Spendenaufruf für Menschen in der Ukraine.