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Training on the Diabetes-Job per Smartphone

Abstract zum Vortrag von Dr. phil. Dipl. Psych. Berthold Maier beim Pressegespräch von Ascensia Diabetes Care im Rahmen der 53. Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) am 10. Mai 2018 in Berlin.

Wie Informationen der Diabetesschulung mit dem Diabetesalltag vernetzt und leicht angewendet werden können

Dr. phil. Dipl. Psych. Berthold Maier Die Welt der Kommunikation hat sich durch die Einführung des ersten Smartphones im Jahr 2007 deutlich verändert: Recherche, Informationssuche und Datendokumentation mit den Mobilgeräten ist inzwischen alltäglich geworden - ebenso wie die Nutzung von sozialen Medien zum Austausch und zur freundschaftlichen Interaktion. Im Alltag von Menschen mit Diabetes kommen vor allem Diabetes-Apps zum Einsatz, die die täglichen Heraus- und Überforderungen bei der Durchführung der Diabetestherapie vereinfachen können.

Sie unterstützen den Nutzer bedürfnisgerecht mit genau den Funktionen, die er in seinem Alltag braucht. Studien zeigen, dass der Diabetesalltag oft sehr belastend sein kann: 44 Prozent aller Menschen mit Typ-1-Diabetes und 25 Prozent der Menschen mit Typ-2-Diabetes in Deutschland empfinden diabetesbezogenen Stress.[1,2] Hohe Belastungen in der Diabetestherapie können zu einem Abfall der Compliance und Motivation führen[1,2] die durch Führung, Hinweise und Tipps einer Diabetes-App wieder reaktiviert werden[3] und das Leben mit Diabetes "leichter" machen können. Dies geschieht durch Entlastungen bei der Aufbereitung der Therapiedaten, die statt im üblichen manuellen Diabetes-Tagebuch digital dokumentiert und grafisch aufbereitet werden. In der App können die einzelnen Blutzuckerwerte leicht mit Informationen zu Mahlzeiten, Medikamenten/Insulin, emotionaler Stimmung, Alltagsstress etc. verknüpft und entsprechend interpretiert werden. Diese solide Informationsbasis bietet einen guten Überblick für schnelle und fundierte Therapieoptimierungen im Selbstmanagement und für Diabetesteams im Beratungsgespräch.

Im Diabetesalltag selbst können Apps die eigenständige Durchführung des Diabetes-Selbstmanagements fördern. Das Verständnis für den Einfluss von Verhalten, Kohlenhydratwirkung etc. auf den Blutzuckerverlauf wird zudem intensiviert, indem Diabetes-Apps Informationen übersichtlich in einen plausiblen Kontext setzen können.[4,5]

Quellen

  1. Kulzer B et al. Diabetesbezogene Belastungen, Wohlbefinden und Einstellung von Menschen mit Diabetes. Der Diabetologe 2015; 11:211-218.

  2. Nicolucci A et al. Diabetes Attitudes, Wishes and Needs second study (DAWN2™): Cross‐national benchmarking of diabetes‐related psychosocial outcomes for people with diabetes. Diabetes Medicine 2013; 30:767-777.

  3. Zhou W et al. A smart phone-based diabetes management application - Improves blood glucose control in Chinese people with diabetes. Diabetes Res Clin Pract 2016; 116:105-110.

  4. Goyal S et al. Mobile phone health apps for diabetes management: Current evidence and future developments. QJM 2013; 106(12):1067-1069.

  5. Kirwan M et al. Diabetes self-management smartphone application for adults with type 1 diabetes: randomized controlled trial. J Med Internet Res 2013; 15(11):e235.

Bildunterschrift: Dr. phil. Dipl. Psych. Berthold Maier
Bildquelle: Ascensia Diabetes Care

zuletzt bearbeitet: 18.06.2018 nach oben

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