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DAZ T.A.R.S.Q. trauert um den 1. Diabetikerwarnhund Deutschlands

Neben der Hilfe für Menschen in Not war Fußball seine Leidenschaft

Finn mit Assistenzhundweste
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Am 15.06.2018 ist der 1. Diabetikerwarnhund Deutschlands, Finn, im Alter von 11,5 Jahren nach langjähriger Herzinsuffizienz verstorben. Leider konnte der Fußballfan Finn das erste WM-Spiel der deutschen Nationalelf nicht mehr vor dem Fernseher verfolgen, obwohl sein Fußballtrikot schon bereit lag. Am Freitag schaute der in Spanien geborene Rüde zusammen mit seiner Familie das WM-Vorrundenspiel Spanien-Portugal. Als Spanien in Führung lag, stand Finn auf und ging zu seinen Menschen, um direkt darauf in den Armen seiner Liebsten friedlich in den Himmel zu gehen.

Vom Welpenalter an hat Finn sein Frauchen zuverlässig vor Unterzuckerungen und Überzuckerungen gewarnt und rettete ihr täglich das Leben. Noch eine halbe Stunde vor seinem Tod warnte er sie vor einer Unterzuckerung.

Aber Finn hat nicht nur seinem Frauchen das Leben gerettet, sondern vielen weiteren Menschen in seiner Lebenszeit. So warnte er zahlreiche Diabetiker und sorgte durch seine Medienpräsenz in den ersten Jahren dafür, die Hilfe eines Diabetikerwarnhundes bekannt zu machen. Ohne Finn würde es vermutlich heute immer noch keine Diabetikerwarnhunde im deutschsprachigen Raum geben.

Nicht nur Diabetikern half er, auch Epileptiker und Migräniker warnte der Diabetikerwarnhund rechtzeitig vor Anfällen. Selbst Fremden, die ihm in unterschiedlichen Situationen begegneten, wie im Restaurant oder einer Schlange vor der Kasse beim Einkaufen, rettete er das Leben. So warnte er Fremde vor Schlaganfällen und Herzinfarkten, wodurch rechtzeitig medizinische Hilfe alarmiert werden konnte.

Finn war nicht nur durch seine Leistungen ein außergewöhnlicher Hund, sondern auch durch sein Wesen. Er konnte jeden zum Lachen bringen und alle Menschen, die ihn kennenlernen durften, waren sofort verzaubert von seiner ansteckenden fröhlichen Art. Wenn Finn einen Raum betrat, zog er alle Blicke auf sich, selbst wenn er das gar nicht wollte.

Diejenigen im DAZ T.A.R.S.Q., die Finn persönlich kannten, sind dankbar, dass sie diesen Ausnahmehund kennenlernen durften und werden ihn nie vergessen.

Schon zu Lebzeiten haben fremde Menschen, die Finn kurz kennenlernen durften, ihre Kinder und Welpen zu Ehren an ihn "Finn" genannt.

Nach seinem Tod wird Finns Familie alle zukünftigen Kinder und Tiere der Familie in Ehren an Finn Namen geben, die Finn zuvor noch durch Apportieren von Namenszetteln ausgewählt hat. So wird dieser Wunderhund in vielen Herzen und Namen weiterleben.

Das DAZ T.A.R.S.Q. wünscht Finns Familie viel Kraft für die kommende Zeit.

Bildunterschrift: Finn mit Assistenzhundweste
Bildquelle: Deutsches Assistenzhunde-Zentrum DAZ T.A.R.S.Q.

zuletzt bearbeitet: 17.07.2018 nach oben

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