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Diabetes Typ 2 personalisiert behandeln

Paradigmenwechsel in der Diabetologie

Aktuelle Studien vorgestellt und kommentiert von Prof. Helmut Schatz

Prof. Helmut Schatz Auf dem EASD-Kongress in Berlin wurden am 5. Oktober 2018 die neuen Leitlinien der ADA und EASD zur Therapie des Typ-2-Diabetes vorgestellt und online in Diabetologia [1] und Diabetes Care [2] publiziert. Die Behandlung soll heute nicht mehr nur in Abhängigkeit von der Glukosestoffwechseleinstellung, beurteilt am HbA1c-Wert erfolgen, sondern patientenzentriert: dies bedeutet ein Paradigmenwechsel, wenn Therapieentscheidungen in Sinne des neuen Consensus-Statements auch viele Ärzte schon längere Zeit mit ihren Patienten gemeinsam getroffen haben. Die Herz-Kreislaufsituation, aber auch andere individuelle Besonderheiten sollen bei einem Patienten im Vordergrund stehen und berücksichtigt werden. Gleichwohl bleibt der HbA1c-Wert bei einem Patienten wichtig. Als dessen Ziel wird für die meisten Menschen (mit nicht stärker eingeschränkter Lebenserwartung wie etwa im höheren Alter) oder wie in einer Schwangerschaft ein Wert von 7 % / 53 mmol/mol oder darunter angesehen.

Metformin bleibt - zusätzlich zu Lebensstilmodifikationen - das Medikament der ersten Wahl. Dann folgen, basierend auf den Studien der letzten Jahre, die weiteren Antidiabetika, in Abhängigkeit von Patienteneigenschaften und persönlichen Momenten wie etwa der Akzeptanz einer Behandlungsform durch den Patienten selbst, aber auch den Kosten.

Die Patienten werden in verschiedene Kategorien unterteilt:

Helmut Schatz

zuletzt bearbeitet: 16.11.2018 nach oben

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