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BPI: Rabattverträge untergraben Verbrauchersouveränität!

Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie kritisiert AOK-Regelung zu Rabattverträgen

Zur heutigen Fachtagung des BMG zur Verbrauchersouveränität erklärt der BPI:

Wenn es der Bundesregierung ernst mit dem Thema Patientensouvernitt wre, wrde sie bei den Rabattvertrgen die unzulssige weite Auslegung der AOKen zur Austauschbarkeit von Arzneimitteln unterbinden. Durch diese Handlungsweise, die vom Ministerium auch noch untersttzt werde, wrden Verbraucherinteressen mit Fen getreten. "Um zu sparen, wollen die AOKen ihren Versicherten Medikamente geben, deren Beipackzettel keine Aussage zu ihren Krankheiten enthalten, da sie dafr nicht zugelassen sind. Von Patientensicherheit oder Souvernitt kann hier nicht gesprochen werden" erklrte Dr. Bernd Wegener, Vorstandsvorsitzender des BPI.

Die AOK will Medikamente, die nicht fr alle Anwendungsgebiete des jeweiligen Wirkstoffes zugelassen sind, unbegrenzt untereinander austauschen. Wenn dies passiert, erhlt der Patient Prparate, in deren Packungsbeilage keine Informationen zu seiner Krankheit enthalten sind. Es fehlen auch die entsprechenden Anwendungs- und Dosierungshinweise. Dies kann gravierenden Folgen fr den Patienten haben.

Wenn es der Bundesregierung mit der Strkung der Verbraucher- und Patientensouvernitt ernst sei, msse sie die Entscheidungsmglichkeiten des Verbrauchers strken. Dazu bedrfe es einer umfassenden Informationsmglichkeit, die nicht weiterhin dubiosen Internetanbietern aus dem Ausland berlassen werde drfe. Es msse endlich mglich sein, die behrdlich genehmigten Informationen ber Arzneimittel dem Patienten direkt zugnglich zu machen.

"Es geht uns nicht um amerikanische Verhltnisse. Wir fordern nicht die Werbung fr verschreibungspflichtige Arzneimittel beim Patienten. Es muss dem Patienten aber mglich gemacht werden, in der globalisierten Medienwelt, beispielsweise im Internet, Packungsbeilagen von Arzneimitteln und andere von den Zulassungsbehrden genehmigte Texte einsehen zu knnen. Wir fordern die Mglichkeit zu informieren, um somit unseren Beitrag zur Patientensicherheit und Patientensouvernitt zu leisten. Dies fhrt auch zu einer hheren Patientencompliance und zu einer strkeren Identifikation mit der eigenen Therapie" erklrte Wegener.

zuletzt bearbeitet: 09.07.2010 nach oben

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