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Gesundheitsreform

SoVD und Volkssolidarität erteilen den Plänen der Bundesregierung eine klare Absage

Der Sozial- und Wohlfahrtsverband Volkssolidaritt und der Sozialverband Deutschland (SoVD) fordern von der Bundesregierung den Erhalt und die Fortentwicklung der solidarischen Krankenversicherung. Dies erklrten die beiden Verbandsprsidenten Prof. Dr. Gunnar Winkler (Volkssolidaritt) und Adolf Bauer (SoVD) am Mittwoch whrend einer Fachveranstaltung beider Verbnde in Berlin. Sie erteilten der vom Bundeskabinett am selben Tag beschlossenen Gesundheitsreform eine klare Absage. Das Vorhaben stehe fr die Privatisierung der Gesundheitskosten und bedeute einen Systemwechsel, der durch die Festschreibung der Arbeitgeberbeitrge das bewhrte Solidarprinzip auf den Kopf stelle.

"Die Bundesregierung plant einseitige Belastungen der Versicherten und Patienten - daran ndern auch verbale Verharmlosungen nichts. Insbesondere die einkommensunabhngigen Zusatzbeitrge widersprechen einer solidarischen Krankenversicherung, denn sie belasten die Empfnger niedriger Einkommen berdurchschnittlich und sind damit hochgradig unsozial", so Bauer.

"Die Ausweitung der Zusatzbeitrge zu Kopfpauschalen ist berflssig und kann entfallen, denn es gibt Alternativen!", betonte Winkler. Er forderte im Namen beider Verbnde eine Rckkehr zur vollen parittischen Finanzierung der Gesundheitskosten und eine strkere Beteiligung hherer Einkommen am Beitragsaufkommen fr die GKV.

Beide Verbnde wiesen im Rahmen der Fachtagung auf die Vorteile einer solidarisch verfassten Krankenversicherung fr alle Brger hin. Sie warnten nachdrcklich vor den Folgen eines grundlegenden Kurswechsels in diesem Kernbereich der Sozialpolitik. Mehrere Gesundheitsexperten belegten durch Fachbeitrge, wie die solidarische Krankenversicherung sozial ausgewogen fortentwickelt werden kann, um sie als zentralen Baustein des Sozialstaats auch in Zukunft zu erhalten. Den hohen gesellschaftlichen Wert der sozialen Krankenversicherung hob insbesondere der Autor des Gutachtens "Gesundheit braucht Solidaritt" Professor Dr. Dr. Thomas Gerlinger hervor.

Die Materialien der Fachtagung finden Sie auf den Internetseiten der beiden Verbnde www.sovd.de und www.volkssolidaritaet.de.

zuletzt bearbeitet: 23.09.2010 nach oben

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