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Geschlechterunterschiede bei Diabetes stärker berücksichtigen

Pressemitteilung: Mechthild Rawert

SPD zum Welt-Diabetestag 2010

Anlässlich des Welt-Diabetestages am 14. November erklärt die zuständige Berichterstatterin der Arbeitsgruppe Gesundheit der SPD-Bundestagsfraktion Mechthild Rawert:

Die Anstrengungen zur Frherkennung der Diabetes mssen auch in Deutschland intensiviert werden. Dabei mssen die Geschlechterunterschiede bei der medizinischen Betreuung strkere Bercksichtigung finden. Medizinische Standards orientieren sich in aller Regel am mnnlichen Patienten. Eine strker an den Besonderheiten der Geschlechter orientierte Gesundheitsforschung und -prvention knnte die vorsorgende Gesundheitsversorgung insgesamt deutlich verbessern. Die immer noch viel zu hohe Zahl der Frauen mit unentdecktem Diabetes muss verringert werden.

Noch immer ist Diabetes mellitus fr Frauen bei der Entstehung von koronaren Herzerkrankungen eine der grten Risikofaktoren. Die Sterblichkeitsrate liegt signifikant hher als bei erkrankten Mnnern. Die Tatsache, dass Frauen mit hohem Blutdruck ein dreimal hheres Risiko fr Diabetes haben als Frauen mit niedrigen Blutdruckwerten, ist auch schon seit Jahren bekannt.

Diese helfenden Erkenntnisse sind Ergebnisse langjhriger Studien. Zur Untersttzung einer geschlechterbezogener Gesundheitsforschung braucht es den politischen Willen zu einer zielgerichteteren Versorgungsforschung der Diabetes.

Wichtig wre ein Prventionsgesetz, um den Ausbruch chronischer Krankheiten durch massive Ausweitung der Vorsorgeforschung frhzeitig verhindern zu knnen. Hier versagt die schwarz-gelbe Bundesregierung. Stattdessen wird auch im Politikfeld Gesundheit Klientelpolitik zulasten der Patienten und vor allem chronisch Kranker betrieben. Den bei der Arzneimittelversorgung und Diagnostik benachteiligten Frauen hilft das nicht.

zuletzt bearbeitet: 12.11.2010 nach oben

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