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Fachchinesisch im Behandlungszimmer erschwert die Diabetes-Therapie

Expertin erklärt unverständliche Arzt-Befunde

Viele rzte verfgen ber zu wenig Zeit fr aufklrende Gesprche mit ihren Patienten. Letztere verlassen das Behandlungszimmer daher hufig mit offenen Fragen. Auch das medizinische Fachvokabular auf dem Befund verstehen sie oft schlecht. Die Empfehlungen des Arztes befolgen viele Patienten daher nur unzureichend. Das hat vor allem bei Menschen mit Diabetes schwerwiegende Folgen. Denn sie mssen ihre Therapie eigenverantwortlich umsetzen.

Im nchsten Experten-Chat von diabetesDE ? Deutsche Diabetes-Hilfe am 17. Januar 2012 erklrt die rztin Anja Kersten unverstndliche Formulierungen. Seit einem Jahr ist sie in der Geschftsfhrung der "Was hab' ich?" gGmbH. Auf diesem Internetportal bersetzen Medizinstudenten hherer Semester kostenlos rztliche Befunde. Fragen knnen ab sofort unter www.diabetesde.org/experten-chat eingesendet werden.

Was bedeutet eigentlich Hba1c oder Ketoazidose? Zudem ist vielen Patienten die rztliche Empfehlung unklar, sich bei der Krankenkasse nach DMPs zu erkundigen und den glykmischen Index bei Lebensmitteln zu beachten. "Vor allem fr neudiagnostizierte Menschen mit Diabetes Typ 1 und Typ 2 sind diese Begriffe noch fremd", sagt Anja Kersten vom "Was hab' ich?"-Team. Dabei erleichtert dem Patienten ein umfassendes Verstndnis der Diagnose nicht nur, dem behandelnden Arzt in Gesprchen auf Augenhhe zu begegnen. Es hilft dem Betroffenen auch, Therapievorschlge zu befolgen.

"Vor allem bei Diabetes ist es wichtig, dass die Betroffenen die Stoffwechselkrankheit verstehen", erklrt die Chat-Expertin Kersten. Denn die Therapie ist fester Bestandteil ihres Alltags und muss in Eigenregie durchgefhrt werden. Ist der Blutzucker langfristig zu hoch eingestellt, schdigt dies Nerven und Gefe. Unbehandelt kann das bis zur Amputation, Erblindung oder Herzinfarkt fhren. Zu niedrige Blutzuckerwerte wiederum knnen in lebensbedrohlichen Unterzuckerungen enden.

"Unklare Formulierungen und Fremdwrter sollten einer Therapie des Diabetes nicht im Weg stehen", sagt Kersten. Am 17. Januar 2012 erklrt sie im Experten-Chat von diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe daher unverstndliche Befunde. Anja Kersten hat Humanmedizin an der Technischen Universitt Dresden studiert und ist seit 2012 rztin.

Im Laufe ihres Studiums war sie vier Semester lang als Tutorin im Medizinischen Interprofessionellen Trainingszentrum der Medizinischen Fakultt in Dresden ttig. Dort konnte sie sich hilfreiche Fhigkeiten im Bereich der Wissensvermittlung und - im Rahmen eines standardisierten Patientenprogramms - im Bereich der Patienten-Kommunikation aneignen. Zudem absolvierte sie ein Vordiplom in Psychologie. Seit Januar 2012 ist sie gemeinsam mit Johannes Bittner und Ansgar Jonietz geschftsfhrende Gesellschafterin der "Was hab' ich?" gGmbH.

zuletzt bearbeitet: 14.01.2013 nach oben

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