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Neue Praxisempfehlung zur diabetischen Neuropathie

Deutsche Diabetes Gesellschaft aktualisiert Praxisempfehlungen

Die Praxisempfehlungen der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) erscheinen in diesem Jahr mit einem neuen Kapitel zur diabetischen Neuropathie. Darin erlutern die Autoren unter anderem Manahmen, mit denen die Schmerzen einer diabetesbedingten Nervenschdigung wirkungsvoll verringert werden knnen.

Darber hinaus haben Experten die Kapitel "Diabetes und Schwangerschaft" sowie "Gestationsdiabetes mellitus" berarbeitet. Die Praxisempfehlungen erscheinen jhrlich in der Zeitschrift "Diabetologie und Stoffwechsel" (Georg Thieme Verlag, Stuttgart) und richten sich vor allem an praktisch ttige Diabetologen aber auch Allgemeinmediziner, Neurologen, Schmerztherapeuten und Gynkologen. Interessierte knnen die Praxisempfehlungen ebenfalls im Internet abrufen.

"Die Praxisempfehlungen sind eine ntzliche Hilfe fr die praktische rztliche Ttigkeit", sagt Professor Dr. med. Stephan Matthaei, Prsident der Deutschen Diabetes Gesellschaft. "Sie vermitteln den neuesten Stand in Diagnostik und Therapie des Diabetes und seiner Folgeerkrankungen fr jedes Lebensalter." Als Grundlage dienten die evidenzbasierten Leitlinien der Deutschen Diabetes Gesellschaft und die evidenzbasierten nationalen Versorgungsleitlinien.

Nach lngerer Unterbrechung konnte in diesem Jahr erstmals wieder eine Praxisempfehlung zur Neuropathie, einer diabetesbedingten Nervenschdigung, aufgenommen werden. "Etwa 13 bis 26 Prozent der Menschen mit Diabetes weisen eine schmerzhafte Neuropathie auf", erlutert das Autorenteam um Professor Dr. med. Dan Ziegler vom Institut fr Klinische Diabetologie, Deutsches Diabetes-Zentrum an der Heinrich-Heine-Universitt Dsseldorf.

Der Bedeutung dieses Themas angemessen, behandeln die Autoren auf zehn Seiten alle Aspekte der peripheren und autonomen diabetischen Neuropathien von Definition und Risikofaktoren ber Screening, Basis- und weiterfhrende Diagnostik bis hin zu Differentialdiagnosen und Behandlungsstrategien. Die periphere Neuropathie macht sich hufig durch schmerzhafte Gefhlsstrungen an Armen und Beinen bemerkbar, bei der autonomen Neuropathie geraten etwa das Tempo des Herzschlags oder die Magen-Darm-Bewegungen aus dem Takt.

"Besonders hilfreich fr den rztlichen Alltag drften die bersichtlich aufbereiteten Praxistools im Anhang des Neuropathie-Kapitels sein", betont Stephan Matthaei. Hier geben die Autoren in Form von Fragebgen oder Tabellen kompakte bersichten zu Diagnosekriterien, (neurologischen) Untersuchungsmethoden und Therapieoptionen. Als realistisches Ziel einer medikamentsen Therapie bei neuropathischen Schmerzen sehen die Autoren eine Schmerzreduktion um 30 bis 50 Prozent auf der visuellen Analogskala oder der Numerischen Ratingskala an, eine Verbesserung von Schlaf und allgemeiner Lebensqualitt inklusive Arbeitsfhigkeit.

Fr Gynkologen und Geburtsmediziner sind die Abschnitte "Gestationsdiabetes mellitus (GDM) - Diagnostik, Therapie und Nachsorge" sowie "Diabetes und Schwangerschaft" von besonderem Interesse. "Diese Kapitel wurden aktualisiert und auf den neuesten wissenschaftlichen Stand gebracht", berichtet Professor Dr. med. Monika Kellerer vom Zentrum fr Innere Medizin I, Marienhospital Stuttgart und Vorsitzende der Leitlinien-Kommission.

Fr den Aspekt Bluthochdruck empfehle die DDG die Orientierung an den Leitlinien der Deutschen Hochdruckliga oder der Deutschen Hypertonie-Gesellschaft, so DDG Prsident Matthaei.

zuletzt bearbeitet: 24.01.2013 nach oben

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