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vdek zum Präventionsgesetz

Nur Krankenkassen werden in die Pflicht genommen

Prävention ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Anlsslich der Verabschiedung des Prventionsgesetzes durch das Bundeskabinett erklrt der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek): Die Ersatzkassen untersttzen die Bundesregierung in ihrer Absicht, Prvention als wichtige Sule in der gesundheitlichen Versorgung zu strken und die Bevlkerung bei Entwicklung und Ausbau von gesundheitsfrdernden Verhaltensweisen zu untersttzen und gesundheitliche Risiken zu reduzieren. Allerdings bleibt das geplante Gesetz hinter diesen selbsternannten Ansprchen zurck.

Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des vdek, betonte: "Die Ersatzkassen stehen zu ihrer Verantwortung im Bereich Prvention." Allerdings sei in dem Prventionsgesetz kein umfassender und strukturierter Ansatz fr eine nutzenorientierte Prvention unter gesamtgesellschaftlicher Verantwortung erkennbar. "Der Staat nimmt allein die Krankenkassen in die Pflicht, obwohl diese bereits heute schon mit 50 Prozent der Hauptfinancier in der Prvention sind. Prvention ist jedoch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die neben dem Staat, von allen Sozialleistungstrgern, der privaten Krankenversicherung und allen anderen beteiligten Akteuren getragen und finanziert werden muss", so Elsner.

Nicht nachvollziehbar sei die unverhltnismige Erhhung des Richtwertes fr Leistungen zur Gesundheitsfrderung von 3,01 auf sechs Euro je Versichertem. Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) kann diese Steigerung so kurzfristig nicht mit qualittsgesicherten Angeboten umsetzen. "Eine einfache Mittelerhhung verbessert die Prvention nicht automatisch - eine Ausgabensteigerung kann nur unter der Bercksichtigung langsam wachsender Strukturen vollzogen werden", so Elsner.

Gar nicht nachvollziehbar sei der finanzielle Obolus in Hhe von rund 35 Millionen Euro, den die Krankenkassen an die Bundeszentrale fr gesundheitliche Aufklrung (BZgA) zu zahlen htten.

Um das Gesetz rund zu machen, muss es deutlich nachgebessert werden, fordert der vdek. Dabei mssten Ziele, Strukturen und Verantwortlichkeiten noch einmal genau unter die Lupe genommen werden. Eine einfache Mittelerhhung zulasten der Beitragszahler der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) reiche nicht aus, um Prvention nachhaltig zu frdern.

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) ist Interessenvertretung und Dienstleistungsunternehmen aller sechs Ersatzkassen, die zusammen mehr als 25 Millionen Menschen in Deutschland versichern:

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) ist die Nachfolgeorganisation des Verbandes der Angestellten-Krankenkassen e. V. (VdAK), der am 20. Mai 1912 unter dem Namen "Verband kaufmnnischer eingeschriebener Hilfskassen (Ersatzkassen)" in Eisenach gegrndet wurde. In der vdek-Zentrale in Berlin sind rund 240 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschftigt.

In den einzelnen Bundeslndern sorgen 15 Landesvertretungen und eine Geschftsstelle in Westfalen-Lippe mit insgesamt weiteren rund 340 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern fr die regionale Prsenz der Ersatzkassen.

zuletzt bearbeitet: 23.03.2013 nach oben

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