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Diabetikern bleiben Mehrkosten für Insulin erspart

Pressemitteilung: Diabetes-Portal DiabSite

BMG beanstandet G-BA-Beschluss zu Festbeträgen für Insuline

Durchstechflasche mit Insulin Am 21. Februar 2013 hatte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) drei Festbetragsgruppen fr Human- und Analoginsuline beschlossen. Diesen einstimmigen Beschluss hat das Bundesministerium fr Gesundheit (BMG) jetzt beanstandet. Das Ministerium fordert weitere Ausnahmeregelungen, da der Beschluss des G-BA mit geltendem Recht nicht vereinbar sei. Diabetikern bleiben Therapieumstellungen oder Mehrkosten fr verordnete Insuline vorerst erspart.

In Deutschland mssen rund 2 Millionen Diabetiker ihren Blutzuckerspiegel mit Insulin einstellen. Der G-BA-Beschluss sieht je eine Festbetragsgruppe fr kurz wirkende Insuline, fr mittel und lang wirkende Basalinsuline und fr Mischinsuline vor. Damit sollen die zum Teil seit Jahren gltigen Verordnungseinschrnkungen fr Insulinanaloga und gegenwrtig gltige Festbetrge ersetzt werden. Und das, obwohl sich Insulinanaloga bereits durch Rabattvertrge mit den Kassen etabliert haben. Der Beschluss betrifft sowohl Typ-1- als auch Typ-2-Diabetiker. Von der Festbetragsregelung ausgenommen hat der G-BA lediglich kurz wirksame Insuline in Durchstechflaschen, die zum Befllen von Insulinpumpen eingesetzt werden.

Diese Ausnahme geht den Experten im Gesundheitsministerium nicht weit genug. Wie bereits in einem seit 2008 beim Landessozialgericht Berlin-Brandenburg ruhenden Verfahren zum Verordnungsausschluss von schnell wirkenden Insulinanaloga fr Typ-1-Diabetiker, fordert das BMG auch hier eine Sonderregelung fr Kinder und Jugendliche sowie fr Diabetiker mit besonderem Unterzuckerungsrisiko. Weitere Begrndungsfehler und Widersprche haben zur Beanstandung dieses G-BA-Beschlusses durch das BMG gefhrt.

Der Gemeinsame Bundesausschuss kann bis Ende April gegen die Beanstandung durch das BMG klagen oder seinen Beschluss berarbeiten. Patientenorganisationen, die seit Jahren gegen Einschrnkungen in der Diabetikerversorgung kmpfen, atmen erst einmal auf. Bleibt abzuwarten, ob der G-BA nach den Bundestagswahlen im September 2013 einen neuen Vorsto wagt, oder Diabetiker weiterhin individuell mit dem fr sie optimalen Insulin zu Lasten der Gesetzlichen Krankenkassen versorgt werden knnen.

Bildunterschrift: Durchstechflasche mit Insulin
Bildquelle: Diabetes-Portal DiabSite

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Autor: hu; zuletzt bearbeitet: 03.04.2013 nach oben

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