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Fußexperten der Deutschen Diabetes Gesellschaft behandeln das diabetische Fußsyndrom

Zehn Jahre Zertifizierung von Fußbehandlungseinrichtungen

Professor Dr. med. Ralf Lobmann Die Arbeitsgemeinschaft Diabetischer Fu der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) feierte auf ihrer 21. Jahrestagung in Krefeld das zehnjhrige Jubilum der Zertifizierung ambulanter und stationrer Fubehandlungseinrichtungen. Zu den Folgeerkrankungen des Diabetes mellitus gehrt das sogenannte "diabetische Fusyndrom". Zu spt oder unsachgem behandelt, drohen Amputationen. Etwa 40.000 Diabetespatienten sind davon pro Jahr betroffen. Derzeit gibt es 280 Fubehandlungseinrichtungen in Deutschland, die nach Kriterien der DDG zertifiziert sind.

Seit zehn Jahren zertifiziert die Deutsche Diabetes Gesellschaft mit ihrer AG Diabetischer Fu Praxen, Ambulanzen und Kliniken, die sich auf die Behandlung des Krankheitsbildes "diabetisches Fusyndrom" spezialisiert haben. "Dieses System der Zertifizierung ist in Europa einmalig. Die Qualitt der von uns zertifizierten Einrichtungen und die flchendeckende Verbreitung haben eine Art Leuchtturmfunktion fr unsere europischen Nachbarn", erklrt Professor Dr. med. Ralf Lobmann, Sprecher der AG Diabetischer Fu in der Deutschen Diabetes Gesellschaft und rztlicher Direktor der Klinik fr Endokrinologie, Diabetologie und Geriatrie am Brgerhospital Stuttgart.

Menschen mit Diabetes, die eine Fukomplikation haben, mssen mglichst frhzeitig behandelt werden. Zur Vorbeugung empfehlen die Fuexperten der DDG eine konsequente Fupflege, regelmige Fuuntersuchungen und die sofortige Behandlung etwaiger Wunden. Manche Patienten nehmen Verletzungen nicht sofort wahr, erklrt Professor Lobmann. Das liege daran, dass infolge des zu hohen Zuckerspiegels im Blut und den daraus resultierenden Durchblutungsstrungen die Nerven geschdigt seien. "Sind dann schon groe Wunden entstanden, die schlecht oder gar nicht heilen, droht im schlimmsten Fall die Amputation von Zehen oder Teilen des Fues", sagt Professor Lobmann.

Die Experten der AG Diabetischer Fu setzen sich seit zehn Jahren dafr ein, dass eine qualitativ hochwertige Versorgung von Menschen mit diabetischem Fusyndrom berall in Deutschland gewhrleistet ist. Zu den Kriterien fr eine Zertifizierung gehren zum Beispiel die Beschftigung eines Diabetologen, eines Diabetesberaters oder -assistenten sowie eines Wundassistenten, Wundexperten oder Podologen. Mindestens ein Behandlungsraum muss ausschlielich fr die Wundbehandlung zur Verfgung stehen und entsprechend ausgestattet sein. Fr die Gefdiagnostik ist ein Doppler-Ultraschallgert, eine Stimmgabel oder ein Monofilament zur Untersuchung der Sensibilitt der Fe und Beine und ein Fotoapparat Voraussetzung. Seit 1. Mrz 2013 muss die Einrichtung zudem nachweisen, dass sie eine Vollzeitkraft "Wundassistent DDG" beschftigt. "Fuverletzungen bei Menschen mit Diabetes gehren in darauf spezialisierte Hnde", bilanziert Professor Lobmann.

Interessierte finden die ambulanten und stationren Fubehandlungseinrichtungen auf der Homepage der DDG und auf der Seite www.ag-fuss-ddg.de.

Bildunterschrift: Professor Dr. med. Ralf Lobmann
Bildquelle: Deutsche Diabetes Gesellschaft

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zuletzt bearbeitet: 04.04.2013 nach oben

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