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Erfolgreiche Insulinpumpentherapie bei Diabetes

Einstieg und Alltag für Ärzte und Patienten erleichtern

Die Insulinpumpentherapie stellt hohe Anforderungen an das Therapiemanagement sowohl fr rzte als auch fr Patienten. Fr einen erfolgreichen Einstieg ist nicht nur eine klare Indikation erforderlich, sondern auch ein ausfhrliches Gutachten des Arztes mit einem ber mehrere Monate gefhrten, lckenlosen Tagebuch. Denn der Beantragungsprozess ist mit einem hohen Aufwand verbunden. Eine vollstndige Diabetesdokumentation mittels Datenmanagement-Lsungen - beispielsweise mithilfe von Accu-Chek® Aviva Expert und Accu-Chek Smart Pix Software von Roche Diagnostics - kann den Genehmigungsprozess mit validen und lckenlosen Daten untersttzen.

Auch nach der Genehmigung einer Insulinpumpe ist ein konsequentes Therapiemanagement notwendig, um die Mglichkeiten der Insulinpumpentherapie optimal auszuschpfen. In der Praxis tragen ntzliche Funktionen - wie bei Accu-Chek® Combo - dazu bei, hufige Hrden zu berwinden und somit die Therapie zu verbessern. Hierzu gehrt beispielsweise die Nutzung von Bolusrechner und Fernbedienung. Der erfolgreiche Einstieg und die alltgliche Umsetzung der Insulinpumpentherapie waren die Themen einer Presseveranstaltung von Roche Diagnostics im Rahmen der 48. Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) in Leipzig.

Der Vorteil einer Insulinpumpentherapie besteht darin, dass sie der natrlichen Funktion der Bauchspeicheldrse besonders nahe kommt. Insbesondere fr schwer einstellbare Patienten ist sie eine vielversprechende Therapieoption. Derzeit wenden etwa 15 Prozent der Menschen mit Diabetes Typ 1 diese Therapieform an. Experten zufolge erhalten jedoch nicht alle Patienten mit entsprechender Indikation diese Therapie.

Der Einstieg in eine Insulinpumpentherapie ist nicht immer einfach. Vorbehalte gibt es manchmal sogar seitens der Patienten: Diese frchten zum einen den krpernahen Einsatz von Technik und zum anderen den Aufwand fr die Genehmigung durch die Krankenkassen. Denn Kostentrger prfen die Antrge sehr sorgfltig. Oftmals kann es auch zu Ablehnungen kommen - etwa wegen einer lckenhaften Dokumentation der vorzulegenden Diabetesdaten. Hndisch dokumentierte Blutzuckerwerte und Insulingaben sind fehleranfllig: In der mehrmonatigen Dokumentationsphase kann es immer passieren, dass Patienten Werte aus Versehen nicht korrekt eintragen oder vergessen. Aufgrund des hohen Aufwands werde die Insulinpumpe dann trotz vorliegender Indikation nicht oder nicht erfolgreich beantragt, so Dr. Dr. Wulf Quester vom Herz- und Diabeteszentrum Bad Oeynhausen.

Wertvolle Dokumentationshilfen fr den Beantragungsprozess

Um den Aufwand zu minimieren, bieten sich elektronische Lsungen an. Mit Accu-Chek Aviva Expert von Roche Diagnostics steht ein Blutzuckermessgert mit integriertem Bolusrechner und elektronischem Tagebuch zur Verfgung, das als Dokumentationshilfe optimal eingesetzt werden kann. Der Einsatz des elektronischen Tagebuchs erleichtert die valide und lckenlose Dokumentation der Diabetesdaten, wie Blutzuckerwerte und Insulingaben. Accu-Chek Aviva Expert bietet auch den Vorteil, dass dieses System, ebenso wie das Insulinpumpensystem Accu-Chek Combo, auf der Aviva Plattform basiert. Blutzuckermessung, Bolusrechner und elektronisches Tagebuch sind folglich identisch und Patienten mssen sich bei spterer Anwendung von Accu-Chek® Aviva Combo in der Handhabung nicht umstellen.

Ergnzt wird die Datendokumentation durch die Accu-Chek Smart Pix Software. Dieses Programm liest die Therapie- und Patientendaten ein und bertrgt die Blutzuckerwerte, Insulingaben und BE-Berichte automatisch in ein PDF-Format. Somit werden die Daten auch in ausdruckbarer Form zur Verfgung gestellt. Die Analyse dieser Daten ermglicht dem behandelnden Arzt zu klren, ob die ICT-Therapie ausgeschpft und eine Indikation fr die Insulinpumpe gegeben ist. Als dritten Baustein bei der Untersttzung im Beantragungsprozess stellt Roche Diagnostics eine Gutachtensoftware fr rzte zur Verfgung, die ab Juni ber den Auendienst bestellt werden kann. Sie vereinfacht und beschleunigt die Gutachtenerstellung. Durch Integration der Accu-Chek Smart Pix Software kann beispielsweise berprft werden, ob alle relevanten Tagebuchdaten fr eine erfolgreiche Genehmigung vorhanden sind. Die Software ermglicht ferner einen Gutachten-Export in verschiedene Krankenkassen-Formulare.

Untersttzung im alltglichen Management

"Eine Insulinpumpentherapie alleine ist jedoch keine Garantie fr eine optimale Einstellung", so Dr. Oliver Schubert, Diabetologe aus Buxtehude. "Fr die Berechnung der Insulindosen mssen Patienten langfristig sowohl eine korrekte Messung der Blutzuckerwerte durchfhren als auch Mahlzeiten richtig schtzen und fehlerfrei berechnen knnen", erlutert Schubert. Bei der Berechnung knnen Systeme mit Bolusrechner wie Accu-Chek® Combo untersttzen.

Anhand des gemessenen Wertes ermittelt der Bolusrechner den individuellen Insulinbedarf unter Bercksichtigung mehrerer Faktoren wie Insulinwirkung, Kohlenhydratmenge oder sportlicher Aktivitten. Der Patient kann danach das ermittelte Ergebnis per Knopfdruck besttigen oder manuell verndern. Auf diese Weise lassen sich Berechnungsfehler vermeiden und das Vertrauen in die Bolusabgabe wird gestrkt. Dies belegt die ABACUS-Studie (The Automated Bolus Advisor Control and Usability Study) mit 218 schlecht eingestellten Patienten mit Diabetes Typ 1 und Typ 2. Neben einer signifikanten Verbesserung des HbA1c-Wertes ist die allgemeine Erleichterung des Patientenalltags ein positiver Effekt, der durch die Anwendung eines Bolusrechners erzielt wurde.

Gelegentlich knnen alltgliche Probleme die Umsetzung einer erfolgreichen Therapie erschweren. Patienten sind sich oftmals unsicher, ob sie ihre Pumpe berhaupt in der ffentlichkeit unter der Kleidung hervorholen knnen und mchten. Mit dem Accu-Chek® Combo System ist es mglich, die Insulinboli mittels einer Fernbedienung zu verabreichen. Durch die Ansteuerung der Pumpe via Bluetooth-Technologie wird so grtmgliche Diskretion gewhrleistet. Eine Online-Umfrage aus dem Jahr 2012 mit 516 Patienten ergab, dass eine Vielzahl von Insulinpumpen-Patienten die Gabe von Boli in der ffentlichkeit vermeidet, was oftmals zu Blutzuckerschwankungen fhrt. Die Nutzung einer Insulinpumpe mit Fernbedienung fr eine diskrete Boluskalkulation und -verabreichung verhindert das Auslassen von Boli und erleichtert somit das Therapieselbstmanagement.

Quellen

  • Cavan D et al. Automated bolus advisor control and usability study (ABACUS): does use of an insulin bolus advisor improve glycaemic control in patients failing multiple daily insulin injection (MDI) therapy?. BMC Fam Pract. 2012 Oct 13;13:102. doi: 10.1186/1471-2296-13-102.

  • Olinder AL et al. Missed bolus doses: devastating for metabolic control in CSII-treated adolescents with type 1 diabetes. Pediatr Diabetes. 2009 Apr;10(2):142-148.

  • Burdick J et al. Missed insulin meal boluses and elevated hemoglobin A1c levels in children receiving insulin pump therapy. Pediatrics. 2004 Mar;113(3 Pt 1):e221-224.

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zuletzt bearbeitet: 07.05.2013 nach oben

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