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Unterzuckerungen: Was ist im Ernstfall zu tun?

diabetesDE Experten-Chat am 1. August 2013

Lange ersehnt, herrscht in ganz Deutschland derzeit Hochsommer. Bei fast 40 Grad Celsius heit die Devise: ausreichend trinken, um einer Austrocknung vorzubeugen. Beim Grillen lschen viele ihren Durst jedoch lieber mit khlem Bier anstatt Wasser oder Schorle. Gerade Menschen mit Diabetes sollten Alkohol aber mit Vorsicht genieen. Denn der Blutzucker sinkt nach einem kurzen Anstieg rapide ab. Die Folge sind gefhrliche Unterzuckerungen - im Extremfall sogar mit Todesfolge.

Was in einem solchen Fall zu tun ist und wie Menschen mit Diabetes Sommerfeste ohne Einschrnkung genieen knnen, erklrt Dr. med. Kristina Pralle im nchsten Experten-Chat. Fragen knnen der Internistin und Diabetologin DDG vom Diabeteszentrum am Sophie-Charlotte-Platz Berlin ab sofort unter www.diabetesde.org/experten-chat gestellt werden.

Gesellige Grillfeste und Gartenpartys sind untrennbar mit dem Hochsommer verbunden. Nach einem Tag im Freibad Steak und Wurst vom Rost, dazu kaltes Bier oder Cocktails - damit lassen viele Menschen die Sommerabende ausklingen. So mancher nimmt an heien Tagen nicht gengend Flssigkeit zu sich. Dadurch droht insbesondere bei einem schlecht eingestellten Diabetes eine Austrocknung. Alkohol verschlimmert den Wasserverlust noch, auerdem ist bereits ab einem Blutalkoholspiegel von 0,45 Promille die Zuckerfreisetzung aus der Leber gestrt. Daher senken Wein, Schnaps oder Bier den Blutzuckerspiegel. Das Hormon Glukagon, das normalerweise zu einem sofortigen Blutzuckeranstieg fhrt, wirkt nicht mehr.

Ohne zustzliche Kohlenhydrate kann es so zu einer Unterzuckerung bis hin zu Krampfanfllen kommen. Meistens tritt der Ernstfall aber erst vier bis sechs Stunden nach dem Alkoholkonsum ein. Besonders in der Nacht kann es daher fr Menschen mit Diabetes gefhrlich werden. Daher ist es ratsam, vor dem zu Schlafengehen noch einmal den Blutzucker zu messen. Liegen die Werte unter 150 mg/dl (8,33 mmol/l), sollten Betroffene noch eine Sptmahlzeit zu sich nehmen.

Neben Flssigkeitsverlust durch vermehrtes Schwitzen und Alkoholgenuss beeinflussen aber auch krperliche Anstrengungen wie Schwimmen, Ballspiele und lange Partynchte den Blutzuckerspiegel. Wie wenig Schlaf, viel Bewegung und Alkohol fr Menschen mit Diabetes zur Gefahr werden und wie sie einer Unterzuckerung vorbeugen, erklrt Dr. med. Kristina Pralle im nchsten Experten-Chat von diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe am 1. August 2013. Eine Checkliste "Erste Hilfe bei Unterzuckerung" steht online unter http://www.diabetesde.org/infomaterial. Der Diabetes-Chat steht allen Internetnutzern kostenfrei zur Verfgung. Protokolle der letzten Sprechstunden knnen Sie hier abrufen.

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zuletzt bearbeitet: 30.07.2013 nach oben

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