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Menschen mit Diabetes sollten rechtlich vorsorgen

Betreuungsvollmacht und Patientenverfügung unmissverständlich formulieren

Schlaganfall, Herzinfarkt oder Demenz - von all dem sind Menschen mit Diabetes mellitus hufiger betroffen als Gesunde. Aufgrund des damit verbundenen erhhten Risikos, seine Selbststndigkeit zu verlieren, rt Rechtsanwalt und Fachjournalist Oliver Ebert Diabetes-Patienten, sich frhzeitig rechtlich abzusichern. Im nchsten Experten-Chat von diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe am 26. September 2013 erklrt er, wie Betroffene ihren Willen bezglich Art und Weise einer rztlichen Behandlung im Ernstfall eindeutig und unmissverstndlich festhalten. Fragen knnen ab sofort gestellt werden.

Herz- und Kreislauferkrankungen treffen Menschen mit Diabetes zwei- bis viermal hufiger als jene ohne die Stoffwechselerkrankung. Drei von vier Menschen mit Diabetes sterben an akuten Gefverschlssen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. Auch an Demenz erkranken Menschen mit Diabetes frher und hufiger. Im Vergleich zu Gesunden unterliegen Menschen mit Diabetes Typ 2 einem zwei- bis vierfach erhhten Risiko fr eine gefbedingte Demenz. Das Risiko fr eine Alzheimerdemenz ist 1,5- bis zweimal so hoch. Ursache ist unter anderem ein langfristig erhhter Blutzuckerspiegel.

Schlaganflle, Herzinfarkte oder Demenz knnen Pflegebedrftigkeit oder auch ein Koma nach sich ziehen, so dass wichtige Entscheidungen von Dritten getroffen werden mssen. "Ein hufiger Irrglaube ist, dass Ehepartner oder nchste Angehrige den Betroffenen im Ernstfall automatisch vertreten knnen", warnt Ebert. Dies sei nicht so. Liegt keine Vollmacht vor, mit der der Betroffene im Vorfeld eine Person damit betraut hat, seine Interessen wahrzunehmen, so muss im schlimmsten Fall ber das Vormundschaftsgericht ein Betreuer bestellt werden. "Gerade Menschen mit Diabetes rate ich, aufgrund ihres erhhten Risikos fr Demenz und Schlaganfall rechtzeitig vorzusorgen", so der diabetesDE-Experte. Sie sollten frhzeitig die Antworten auf folgende Fragen schriftlich festhalten: Wer bernimmt die Betreuung im Ernstfall, wer trifft wichtige Entscheidungen?

Hufig als Tabuthema gehandelt, knnen gerade Vollmachten oder Betreuungsverfgungen diese Fragen beantworten und Angehrige entlasten. "Mit einer Patientenverfgung kann der Patient trotz aktueller Entscheidungsunfhigkeit Einfluss nehmen auf die Behandlung", so Ebert. Sie legt fest, ob und in welcher Form der Arzt eine medizinische Behandlung durchfhrt. Eine Vollmacht klrt, wer etwa im Fall der eigenen Geschftsunfhigkeit Zugriff auf Konten und Vermgenswerte hat. Was sie bei einer Vollmacht oder Patientenverfgung beachten mssen, erklrt der Vorsitzende des Ausschusses Soziales der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) am 26. September im diabetesDE-Experten-Chat.

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zuletzt bearbeitet: 23.09.2013 nach oben

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