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Menschen mit Diabetes haben ein erhöhtes Risiko für Depressionen

Die dunkle Jahresheit schlägt Diabetikern besonders auf das Gemüt

Sptestens, wenn Ende Oktober die Uhren von Sommer- auf Winterzeit umgestellt werden, ist die kalte und dunkle Jahreszeit da: Vielen Menschen schlgt die zunehmende Finsternis, sowie Wind, Regen und Klte auf das Gemt. Besonders gefhrdet sind Menschen mit Diabetes Typ 1 oder Typ 2. Denn sie tragen bereits an sich ein erhhtes Risiko, an einer Depression zu erkranken.

Welche Hilfen es fr Menschen mit Diabetes mit einer begleitenden Depression oder Gemtsschwankungen gibt, erklrt der Diplom-Psychologe Berthold Maier vom Forschungsinstitut Diabetes-Akademie Bad Mergentheim (FIDAM) im nchsten Experten-Chat am 31. Oktober 2013. Fragen knnen ab sofort unter www.diabetesde.org/experten-chat gestellt werden.

Viele Menschen mit Diabetes fhlen sich bedroht durch mgliche Folgekomplikationen, wie nicht heilende Wunden am Fu oder nachlassendes Sehvermgen. "Aber auch die alltgliche Diabetes-Therapie und Blutzuckerschwankungen knnen als emotionale Belastung wahrgenommen werden", so diabetesDE-Chat-Experte Maier. Diese Sorgen und ngste frdern psychische Erkrankungen. So kommt es, dass etwa 12 Prozent der Diabetes-Patienten in Deutschland an einer behandlungsbedrftigen Depression leiden.

"Wir haben Hinweise, dass Frauen mit Diabetes fast doppelt so hufig von depressiven Strungen betroffen sind wie Mnner", erklrt Maier. Dies zeigten unter anderem die Daten der "Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland" (DEGS). Andere Untersuchungen zeigen jedoch: Je schwerer die Depression ist, desto mehr gleichen sich Frauen und Mnner in ihren Hufigkeitszahlen an. Die Entstehung einer Depression scheint insbesondere mit der Art der Diabetes-Therapie in Verbindung zu stehen. In einer Studie, in der ausschlielich Frauen untersucht wurden, fanden Forscher bei tablettenbehandelten Diabetikerinnen ein um 25 Prozent erhhtes Depressionsrisiko, whrend insulinbehandelte Diabetikerinnen um 53 Prozent strker gefhrdet waren, eine Depression zu entwickeln.

"Vor allem in den anstehenden Wintermonaten besteht die Gefahr, dass sich Menschen mit Diabetes niedergeschlagen fhlen", sagt Maier. Diese Gemtsschwankungen mssen nicht zwangslufig zu einer Depression fhren. Mit einfachen Manahmen knne man vorbeugen: "Empfehlenswert sind Aktivitten mit Freunden, etwa lange Wochenend-Spaziergnge im Hellen", rt Maier. Pilates, Yoga oder hnlich ruhige Sportarten bringen Krper und Seele in Einklang. Risikopatienten sollten zudem viel Obst - insbesondere Zitrusfrchte und Gemse - essen, um Vitaminmangel vorzubeugen.

Weitere Tipps und Empfehlungen zu Therapiemglichkeiten bei ersten Anzeichen einer Depression gibt der diabetesDE-Chat-Expert Maier am 31. Oktober 2013 zwischen 17.00 und 19.00 Uhr.

zuletzt bearbeitet: 29.10.2013 nach oben

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